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Nach etwa zwei Jahren wurde die Hilfe für Josephine reduziert. Sie konnte ihre gute Entwicklung stabilisieren; Hausaufgaben erledigte sie weiterhin größtenteils selbstständig. Im Sinne einer Reintegrationsmaßnahme wurde die intensive Tagesgruppenbetreuung beendet; stattdessen wurde eine Betreuung im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit vereinbart. Mike blieb vorerst in der Tagesgruppe. Anfang 1999 wandte sich Frau K. aus eigenem Antrieb an Pro JuLe. Johanna, das jüngste Mädchen, hatte Schwierigkeiten in der Schule, und ihre Mutter sah das Klassenziel gefährdet. Als Lösung hatte sie die Idee, Johanna mit dem Ziel der schulischen Verbesserung in der Tagesgruppe unterzubringen. Die diagnostische Abklärung im Lern- und Leistungsbereich ergab keine signifikanten Auffälligkeiten, jedoch ein Defizit hinsichtlich Arbeitshaltung und Arbeitstechniken. Zu diesem Zeitpunkt veränderten wir den eher starren Betreuungsrahmen, der sich vor allem in der strukturellen Vorgabe der Tagesgruppe deutlich machte, zugunsten flexiblerer Betreuungsangebote. Durch die Auflösung dieser engen Grenzen hatte das pädagogische Team jetzt die Chance, als „Mannschaft mit fallverantwortlichem Coach“ ihre Fachlichkeit, Erfahrung und Kreativität einer Familie zur Verfügung zu stellen: Einzelbetreuung, Gruppenangebote, Arbeit mit und in Familien werden von verschiedenen Mitarbeiterinnen durchgeführt. Die personelle Zusammensetzung des Teams und die inhaltlichen Angebote können sich je nach Fall ändern. Eine solche Vernetzung ist nicht auf das Team innerhalb der Pro JuLe begrenzt. Je nach Bedarf und Wunsch werden auch externe Fachleute, z. B. Ärztinnen, Lehrerinnen, Therapeutinnen, und andere Einrichtungen in ein solches Team eingebunden. Im Fall der Familie K. bestand das Angebot an die Mutter in der Herstellung einer strukturierten Hausaufgabensituation in der Familie, d. h., die Mutter wurde angeleitet, zuverlässige Rahmenbedingungen für Johanna zu schaffen.