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dysfunktional; dadurch werden Kinder traumatisiert, und das gesamte
Familiensystem wird in die Krise getrieben. Eine starre Grenze
hinsichtlich der für die gegenseitige Bindung hilfreichen Themen fördert
zentrifugale Kräfte und ist ebenfalls dysfunktional.
Die einzelnen Elemente eines Systems (Subsysteme) sind
wechselseitig voneinander abhängig und durch Muster miteinander
verknüpft. An anderer Stelle verwendet Minuchin statt Muster auch
den Begriff Struktur. Muster bzw. Strukturen entstehen durch immer
wiederkehrende gleiche bzw. ähnliche Verhaltensweisen, mit denen
sich die Mitglieder des Systems zueinander in Beziehung setzen. Sie
enthalten Grenzbildungen, Koalitionen, verschiedene Intensitäten der
Beziehung und chronifizierte offenen oder verdeckte Konflikte. In
seinen Forschungen mit psychosomatischen Familien, speziell mit
Familien, in dem ein Kind sich anorektisch zeigt, hat Minuchin vier
grundlegende
Beziehungsmuster
identifiziert:
Verstrickung,
Konfliktvermeidung, Überfürsorglichkeit und Starrheit (S. Minuchin,
Rosman u. Baker 1989).
Innerhalb dieser Muster gibt es unterschiedliche Intensitäten der
Beziehung: überengagierte, funktionale und distanzierte. Die
überengagierte Beziehung ich persönlich nenne sie, um eine
negative Konnotation zu vermeiden, „sehr nahe Beziehung“ findet
sich vor allem im Kontext des verstrickten Musters. In diesem geht es
jedem Familienmitglied nur dann gut, wenn es jedem anderen gut
geht, und dafür haben alle zu sorgen. Distanzierte Beziehungen
finden wir vor allem bei einer zentrifugalen Beziehungsdynamik oder
innerhalb eines komplementären Musters, wenn ein Elternteil eine
sehr enge und der andere eine sehr distanzierte Beziehung zu den
Kindern lebt. Funktional wäre wiederum eine Mittelposition zwischen
beiden Polen. Einerseits erlaubt sie den Kindern von den
Erwachsenen nicht kontrollierte Freiräume, in denen sie vielleicht
auch schmerzhafte, aber eben doch eigene Erfahrungen machen
können und ihnen auch die Mühe der eigenen Bewältigung
schwieriger Situationen nicht erspart bleibt. Andererseits muss ein
fürsorgliches Interesse seitens der Eltern diese Nischen einrahmen;
sie werden dann helfend eingreifen, wenn Kinder schwierige
Situationen aus eigener Kraft nicht oder nur unter größeren