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Themen schematisch zu ordnen sowie visuell verdichtet darzustellen. Das
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so entstandene Muster dient als Orientierung für die Hypothesenbildung
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und für Überlegungen zu weiteren Handlungsschritten („Intervention“).
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Einmal angefertigt, kann es im Verlauf des weiteren Hilfeprozesses ergänzt
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werden und als prozessbegleitende Methode den Zuwachs an
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Informationen und Hypothesen dokumentieren. Deshalb sollte immer der
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Zeitpunkt der Genogrammerstellung im Genogramm notiert werden.
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Ursprünglich diente das Genogramm nur für die Rekonstruktion der
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verwandtschaftlichen Beziehungen. In der heutigen Kultur werden aber
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selbst gewählte Freundschaftsbeziehungen als Ressourcen für einen
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gelungenen Alltag immer wichtiger, sodass solche „Wahlverwandtschaften“
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ebenfalls im Genogramm vertreten sein sollten (siehe Abb. 28).
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Auch familienunterstützende professionelle Systeme, z. B. der ASD, eine
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Beratungsstelle oder eine Therapeutin in freier Praxis, können in Form
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einer Raute für die Einrichtung und des in die Raute eingezeichneten
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Symbols für die Person im Genogramm berücksichtigt werden (siehe Abb.
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28). Durch die Symbole für die Einschätzung der Beziehungsqualität wird
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der Grad der Vernetzung zwischen Familie und professionell
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unterstützender Umweltsysteme hypothetisch markiert (siehe hierzu
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Imber-Black 1990; Ritscher 1998).
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Im Beispiel der Abbildung 28 ist die Mutter sehr eng mit einer Freundin
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verbunden. Dass es sich nicht um ihre Schwester handelt, wird durch das
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Fehlen der Abstammungslinie erkennbar. Die Raute kann z. B. den ASD, der
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innere Kreis die mit der Familie befasste Sozialarbeiterin symbolisieren. Sie
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steht in einer nahen Beziehung zur Mutter und einer distanzierten
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Beziehung zur Tochter, der Adressatin der Jugendhilfemaßnahme. Die
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Tochter ist mit einem jungen Mann – einem eineiigen Zwilling – liiert. In
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dessen Herkunftsfamilie lebt auch eine Pflegetochter (PK).
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Das Genogramm dient neben der „diagnostischen“ Absicht als Methode
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der Intervention. Es kann mit der Familie zusammen während einer oder
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mehrerer Sitzungen erstellt werden und eine Atmosphäre der kooperativen
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Kommunikation in der Familie fördern. Oder es kann als Hausaufgabe
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vorgeschlagen werden, um die Familie bzw. das Paar bis zur nächsten
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Sitzung auf die mehrgenerationale Perspektive ihres Problems zu
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fokussieren (zur Praxis der Genogrammanalyse siehe Ritscher 2001b).
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