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6.3
Handlungsformen der systemischen
Sozialen Arbeit
Lüssi hat eine Systematik der Methoden Sozialer Arbeit vorgestellt, in
der er „Beratung“, „Verhandlung“, „Intervention“, „Vertretung“,
„Beschaffung“ und „Betreuung“ unterscheidet (Lüssi 1992, S. 392 ff.).
Mithilfe dieser Kategorien lassen sich die Methoden der
Systemtherapie in den Kontext der Sozialen Arbeit einfädeln. Lüssi
verwendet den Methodenbegriff sehr weiträumig. Was er als
Methoden bezeichnet, lässt sich meines Erachtens besser in den
Begriff der Formen des methodischen Handeln fassen. Unter
Methoden verstehe ich im Unterschied dazu einzelne im Rahmen
dieser Handlungsformen systematisch und reflektiert zu nutzende
Konzepte, z. B. das Genogramm, systemische Fragen oder das
Familien- bzw. Systembrett. Ich werde im Folgenden den sechs von
Lüssi benannten Handlungsformen der Sozialen Arbeit Methoden
zuordnen, die entweder im Kontext der Systemtherapie entwickelt
worden sind oder sich als originäre Konzepte der Sozialen Arbeit
problemlos mit dem systemischen Metamodell vereinbaren lassen.
Ihre Zuordnung zu einzelnen Handlungsformen bedeutet, dass sie in
deren Kontext besonders hilfreich sind; das schließt die Verwendung
in anderen Handlungsformen nicht aus.
Beratung: der an der Problembenennung, Problemlösung und
Reflexion orientierte Dialog zwischen den Beraterinnen und
Auftraggeberinnen der Sozialen Arbeit. Ihr oberstes Ziel heißt
Hilfe zur Selbsthilfe durch eine konsequente Nutzung der
vorhandenen und die Gestaltung neuer innerer und äußerer
Ressourcen des Beratungssystems. Beratung umfasst die
Auftragsklärung, die Beschreibung des Systems der
Auftraggeberinnen aus der Sicht der Beraterinnen und die
Arbeit an den im Auftrag benannten Zielen der Veränderung.
Alle im Verlauf der nun 50-jährigen familien- und
systemtherapeutischen Geschichte entwickelten Methoden sind