2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/421.md

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der eigenen erlernten Hilflosigkeit und Opferrolle,
Beziehungsbotschaften an die Kommunikationspartnerinnen,
Körperempfindungen
und neurophysiologischen Prozessen.
Aus diesem theoretisch geknüpften Zusammenhang lassen sich
praktische systemische Konzepte ableiten, z. B. die Kombination von
Gruppentherapie und systemischer Familientherapie im Kontext einer
milieutherapeutisch organisierten psychiatrischen Station.
Theorie ist nur hilfreich, wenn sie zu Fragen an und für die
konkrete Praxis verhilft und in deren Handlungsabläufen wieder
erkannt wird. Sie ist schädlich, wenn sie durch dogmatische Vorgaben
bestimmte Antworten erzwingt und die Freiheit des Denkens
beschränkt.
Methodenkompetenz:
Nutze
das
erlernte
verfügbare Handwerkszeug, und erweitere es.
und
Systemische Sozialarbeit hat eine handwerkliche Seite. Diese ist bei
der Methodenkompetenz von Bedeutung. Die Sozialarbeiterin erwirbt
sie im Rahmen ihres Studiums (Ritscher 1994), des Berufsalltages
und der ihn begleitenden Fortbildungen (Ritscher 1988). Aus- und
Fortbildung haben die Aufgabe, durch Informationsvermittlung, die
„Als-ob“-Situationen des Rollenspiels und Formen des Modelllernens
(Lehrvideos
und
Live-Demonstrationen)
erfahrungsorientierte
Lernkontexte zu schaffen. In den Rollenspielen kann das eigene
Gesprächsverhalten geübt werden. Videoaufzeichnungen dieser
Übungssituationen, die Rückmeldungen der Seminarteilnehmerinnen,
zusätzliche Informationen über die Methoden und ihren theoretischen
Kontext sowie erneute Versuche im Rollenspiel schaffen eine
Übungsspirale, in der sowohl das im Behaviorismus wichtige Versuchund-Irrtum-Lernen als auch das von der Gestaltpsychologie betonte
Einsichtslernen ihren Platz haben. Dabei werden kognitiv-affektive
Schemata gebildet, die in den Handlungssituationen des Berufsalltags