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5.7
Systemische Soziale Arbeit konkret: Die
Vernetzung verschiedener Teilsysteme
des Unterstützungssystems
Im ersten Kapitel wurde mithilfe des Fallbeispiels aus dem Lehrvideo
der Esslinger Projektgruppe (Ritscher et al. 2002) demonstriert, was
in diesem Kapitel theoretisch entwickelt und begründet wurde.
Systemische Soziale Arbeit hat es immer mit Beziehungen auf den
unterschiedlichsten Ebenen zu tun. Auf der Ebene der
Handlungsbereiche
werden
Einzelfallhilfe,
Gruppenarbeit,
Gemeinwesenarbeit, Arbeit in sozialen Organisationen und
Supervision
miteinander
verknüpft.
Im
engeren
Unterstützungssystem finden sich Auftraggeberinnen, professionelle
und ehrenamtliche Helferinnen und die sie beauftragende soziale
Organisation zusammen. Im erweiterten Unterstützungssystem
werden durch das Case-Management der Sozialarbeiterin alle für
Auftraggeberinnen und ihre Problembeschreibungen wichtigen
Systeme miteinander verbunden. Im Verlauf des Hilfeprozesses
werden unterschiedliche Hilfeformen, Maßnahmen und Settings in
einen produktiven Zusammenhang gebracht. Mikrosysteme,
Mesosysteme, Problembeschreibungen und Problemlösungsschritte
werden im Unterstützungssystem integriert und alle dafür wichtigen
Systeme aus der Lebenswelt der Auftraggeberinnen mit „in das Boot“
geholt.
Sozialarbeit folgt den Figuren des „Beziehungstanzes“ (Bateson
1982, S. 22), durch den sich soziale Wirklichkeiten gestalten.
Zu
einer
abschließenden
Illustration
dieser
Vernetzungsperspektive der systemischen Sozialen Arbeit greife ich
auf ein Beispiel aus der familienorient-systemischen Heimsozialarbeit
zurück (siehe Sozialpädagogisches Institut im SOS-Kinderdorf e. V.
2000).
Das Haus Leuchtturm im SOS-Kinderdorf Ammersee ist als
„heilpädagogische Kinderwohngruppe mit Sozialtherapie“ definiert
(Taube 2000, S. 46). Hier leben im Rahmen einer