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5.5.5 Arbeit in sozialen Organisationen
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von Werner Müller
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Systemisch orientierte Soziale Arbeit sieht auch die organisierten
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Dienstleistungssysteme als Zielsysteme professioneller Intervention.
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Soziale Fachkräfte sind nicht nur verantwortlich für die Qualität ihrer
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Arbeit mit Einzelnen, entwicklungsorientierten Gruppen und
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Aktionsgruppen im Gemeinwesen; sie haben auch Mitverantwortung
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für die Qualität der Gehäuse und Strukturen, in denen sie tätig sind.
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Sozialpädagogische Handlungstheorien, darauf bezogene Aus- und
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Fortbildung und die tägliche Praxis von Sozialadministration haben
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dafür Zielkriterien und Verfahren bereitzustellen.
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Es hat nun aber Tradition, dass Sozialarbeiterinnen (mehr als
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Sozialarbeiter) mit dem Rücken zu ihrer Organisationsumwelt stehen,
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den Blick fest auf ihre Klientinnen gerichtet – wie diese an restriktiven
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und
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unverständlichen
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Verwaltungsentscheidungen
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sowie
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einschränkenden Bedingungen des Sozialstaats und seiner
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Ordnungsmächte leidend.
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Für
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diese
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überwiegend
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klientbezogene
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und
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der
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Sozialadministration wie der politischen Ebene abgewandte Haltung
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gibt es gerade in Deutschland mehrere Gründe:
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Seit der Einführung des Elberfelder Fürsorgesystems im 19.
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Jahrhundert wird (wie auch in anderen Ländern) die praktische
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Sozialarbeit von Frauen, deren Verwaltung jedoch von Männern
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geleistet.
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Durch die Trennung von Verwaltungslaufbahn und Sozialarbeit
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mit je eigener Ausbildung stehen zwei gegensätzliche berufliche
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Orientierungen gegeneinander; einerseits die Orientierung auf
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den regelgerechten Verwaltungsvollzug und andererseits die auf
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den angenommenen Hilfebedarf der Klienten.28
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Dazu kommt als Verschärfung dieser Trennung die spezifisch
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deutsche Verrechtlichung und Bürokratisierung der öffentlichen
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