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Gruppenprozesse wieder in Fluss gebracht, die eigenen Einflussmöglichkeiten gestärkt und positive, selbstwertsteigernde Rückmeldungen „gesendet“ bzw. wahrgenommen werden. Hierfür sind unter dem Stichwort Gruppendynamik eine Vielzahl von Settings, Übungen und Methoden entwickelt worden. Antons beschreibt sie in der Zuordnung zu verschiedenen Gruppenfunktionen: das Anwärmen in der Anfangsphase, Wahrnehmung/Beobachtung, Kommunikation und Führungsstile, Feedback, Kooperation und Wettbewerb, Entscheidungen, Normen, Vorurteile und Abwehr, Analyse des Gruppenprozesses, Beratungstechnik und BackHome (Abschied von der Gruppe und Erfahrungstransfer in den Alltag) (Antons 1992). Die alltagsstrukturierenden Gruppen lassen sich auch als milieubzw. sozialtherapeutische Gruppen kennzeichnen. Es gibt sie als komplementäre, teilstationäre und stationäre Varianten. Eine komplementäre Variante sind niedrigschwellige tagesstrukturierende Gruppenangebote in kommunalen gemeindepsychiatrischen Zentren; hier treffen sich psychiatrische Patientinnen zum Kochen, Essen, zur Freizeitgestaltung, zur Erledigung von Auftragsarbeiten und zu Gesprächen. Diese Gruppen haben meistens einen offenen Charakter, d. h., ihre Teilnehmerinnen wechseln von Tag zu Tag und auch im Tagesverlauf. Das ist wegen der Niedrigschwelligkeit auch so gewollt. Eine in letzter Zeit immer wichtiger gewordene teilstationäre Maßnahme in der Jugendhilfe sind die Tagesgruppen für sozial auffällige und familiär zu wenig geförderte Kinder und Jugendliche. Hier handelt es sich um eine geschlossene Gruppe, die sich nach der Schule in eigenen Räumlichkeiten unter einer sozialpädagogischen Leitung trifft und bis zum späten Nachmittag zusammenbleibt. In ihrem Rahmen werden die unterschiedlichsten Aktivitäten zur Entwicklung sozialer Kompetenzen durchgeführt. Eine vollstationäre Gruppe ist die