2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/318.md

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Die Soziale Arbeit in sozialpädagogischen Fachschulen und der
Kindergartenfachberatung hat die Aufgabe, angehende und
ausgebildete Erzieherinnen u. a. über verschiedene familiäre
Lebenswelten, Problemlagen und die Organisation familiärer
Systeme zu informieren und Gesprächsführungskompetenzen
für die Praxis der Elternarbeit zu vermitteln.
Offene Jugendarbeit richtet sich als Angebot zur
Freizeitstrukturierung und Bildung an junge Menschen.
Familienarbeit steht hier bewusst im Hintergrund, weil die
Verselbstständigung der Jugendlichen und ihre PeerBeziehungen im Vordergrund stehen. Dennoch gilt es, ihre
Herkunftsfamilien als Kontext ihrer Einstellungen und
Verhaltensweisen zu beachten.
In der Schulsozialarbeit verknüpfen sich Jugendhilfe und
Schule. Sie soll die Kommunikation der Schülerinnen
untereinander verbessern und zur Konfliktschlichtung wie auch
Gewaltprävention
beitragen,
Freizeitgruppenund
unterrichtsunterstützende Angebote im Rahmen der Schulzeit
organisieren, schwierige Gespräche zwischen Schülerinnen und
Lehrerinnen sowie zwischen diesen und den Eltern moderieren
und darüber hinaus auch Einzelberatungen anbieten. Hier ist
die Familie ein zu erschließender Kontext der Schülerinnen, z. T.
wird sie in Form der Elternarbeit aber auch eine direkte
Adressatin des sozialarbeiterischen Handelns.
Die Soziale Arbeit mit Frauen und Mädchen, Jungen und
Männern hat die Erkenntnisse der Gender-Forschung zur
Grundlage. Sie will die Bildung einer selbstbewussten und
positiv auf das andere Geschlecht bezogenen Identität
unterstützen. Dass die Familie als System der primären
Sozialisation zumindest als Hintergrund beteiligt ist, versteht
sich von selbst. In prekären Situationen, z. B. wenn es um
Gewalt in einer Familie geht, wird die Familie zu einem direkten
Bezugspunkt der Sozialen Arbeit, ohne deshalb zwangsläufig
deren direkte Auftraggeberin oder Adressatin zu sein.