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beenden“, „um den Verlust trauern“, „sich selbst wieder finden“,
„Emotionen beherrschen lernen“, „sich wieder hinauswagen“,
„Wiederaufbau“ und „den Kindern helfen“ sind die Aufgaben der
Erwachsenen (Wallerstein u. Blakeslee 1989, S. 328 ff.); „die
Scheidung verstehen“, „strategischer Rückzug“ (auf das eigene
Leben), „den Verlust bewältigen“, „mit Zorn umgehen“,
„Schuldgefühle überwinden“, „die Endgültigkeit der Scheidung
akzeptieren“ und „das Risiko der Liebe eingehen“ sind die
psychischen Aufgaben der Kinder (ebd., S. 340 ff.).
Durch die inzwischen erreichte kulturelle und politische Akzeptanz
der Scheidung ist diese Phase des Lebenszyklus zunehmend
bedeutsam für jüngere und ältere Paare geworden. In der darauf
folgenden Übergangskrise steht dann die Frage einer neuen
Beziehung an. Sie beinhaltet Risiko und Chance gleichermaßen, aber
allein der Mut, sie zu wagen, lässt sich als bedeutende Ressource für
das weitere Beziehungsleben verstehen. „Given, that 75 % of
divorced women and 83 % of divorced men remarry, obviously they
decide to risk trusting and caring deeply again“ (Kaslow u. Schwartz
1987, S. 280; Hervorh.: W. R.).
Die phasenspezifische Aufgabe bei allen Formen der Trennung ist
die von Freud in Trauer und Melancholie beschriebene „Trauerarbeit“.
Freud hatte in seinem bahnbrechenden Artikel den Unterschied
zwischen diesen beiden Antworten auf den Verlust einer für das
eigene Leben wichtigen Person oder Idee herausgearbeitet.11
Trauerarbeit meint wesentlich die Auseinandersetzung mit der
Verlusterfahrung und ihre Integration in die bewussten und
unbewussten Prozesse des Ich. Wichtig dafür ist die Bewusstwerdung
und das Akzeptieren der eigenen Wut auf diejenige Person, von der
die Trennung ausgeht. Freud bezog sich dabei auf den Tod eines
geliebten Menschen. In der gelingenden Trauerarbeit wird diese Wut
nicht auf die eigene Person umgelenkt, sondern als Teil der großen
Verbundenheit mit der Toten und des Schmerzes über ihren Verlust
angenommen. Freuds Vorstellungen von der dadurch in Gang