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„Bildungsabhängigkeit der Fertilität“ (Engstler 1999, S. 100)
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lässt sich auch in dieser Richtung interpretieren: Wenn gut
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ausgebildete Frauen eine Chance hätten, Beruf und Familie
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durch eine qualifizierte außerfamiliäre Betreuung der Kinder zu
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verbinden, würde vielleicht die Zahl der kinderlosen Frauen in
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dieser Gruppe kleiner werden.
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Das verfügbare Haushaltseinkommen nimmt mit der Zahl der
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Kinder ab. Es scheint so zu sein, dass sich nur noch ganz arme
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Familien mittels der Sozialhilfe und sehr wohlhabende Familien
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durch ihr eigenes Einkommen mehr als zwei Kinder leisten
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können. Die Geburtenrate hat seit den Sechzigerjahren
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drastisch abgenommen und liegt zurzeit bei 1,63 Kindern pro
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Frau. Neben der in einer individualisierenden Gesellschaft nicht
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mehr
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notwendigerweise
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mit
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Kindern
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verknüpften
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Selbstverwirklichungsidee von Frauen, Männern und Paaren
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könnte auch dieser finanzielle Aspekt bei der Entscheidung für
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oder gegen Kinder bzw. für wenige oder viele Kinder wichtig
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sein. Hier ist ein an den realen Kosten der Kinder orientierter
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Familienlastenausgleich gefragt.
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Die niedrige Geburtenrate ist das rationalste Argument für
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Deutschland als Einwanderungsland. Ohne den Zuzug
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ausländischer
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Familien,
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die
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in
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der
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ersten
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Einwanderungsgeneration noch eine deutlich höhere Kinderzahl
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aufweisen als deutsche Familien, droht die BRD zu vergreisen.
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Das hätte auch dramatische Folgen für die Wirtschaftslage und
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die finanzielle Ausstattung der sozialen Sicherungssysteme
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(Rente,
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Arbeitslosenversicherung,
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Krankenund
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Pflegeversicherung).
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Etwa 5 ‰ der Kinder und Jugendlichen sind in stationären
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Einrichtungen der Jugendhilfe und in Pflegefamilien
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untergebracht. Dass es nicht mehr sind, hängt sicherlich mit
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den differenzierten und qualifizierten Formen der Jugendhilfe
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zusammen.
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Seit
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der
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Einführung
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des
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Kinderund
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Jugendhilfegsetzes (KJHG) in den Jahren 1990 (neue
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