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3.2.5 Das Makrosystem
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„Ein Makrosystem bezieht sich auf die übergeordneten
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institutionellen Muster der Kultur oder Subkultur, wie die
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ökonomischen, sozialen, erzieherischen, juristischen und
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politischen Systeme, deren konkrete Manifestationen die Mikro-,
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Meso- und Exosysteme darstellen“ (Bronfenbrenner 1978, S. 36).
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Das Makrosystem stellt Subjekt-, Mikro-, Meso- und Exosysteme in
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den Kontext gesellschaftlicher Normen, Werte, Leitbilder und ihrer
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Konkretisierung. Ergebnisse können sein:
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Gesetze, z. B. das Kinder- und Jugendhilfegesetz (BfFSFJ 1999);
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Verordnungen und Beschlüsse (z. B. der Etat einer
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Kommunalverwaltung);
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Artikel,
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Filme,
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Theaterstücke,
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Bücher
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(z.
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B.
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ein
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Erziehungsratgeber für Eltern in Form eines billigen und
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allgemein verständlichen Taschenbuchs, das eine Vielzahl von
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Leserinnen erreicht);
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wissenschaftliche Diskurse (z. B. die neue Diskussion über die
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Bioethik);
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grundsätzliche Diskussionen über die Grundprinzipien der
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Gesellschaft (z. B. Diskussionen über den „Umbau des
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Sozialstaates“).
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Das Makrosystem umgreift als übergeordneter Kontext die bisher
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genannten Subjekt-, Mikro-, Meso- und Exosysteme. Es entwirft das
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aus
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grundsätzlichen
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Werten
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bzw.
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Leitbildern
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bestehende
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Koordinatensystem, innerhalb dessen die untergeordneten Systeme
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ihren Platz finden und ihre eigenen Wertmaßstäbe bilden.
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Das Stichwort Individualisierung lässt sich z. B. durch alle
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Systemebenen hindurch verfolgen. Auf der makrosystemischen Ebene
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der Kultur bündelt es allgemeine Vorstellungen von Selbstständigkeit,
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Eigeninitiative,
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Eigenverantwortlichkeit
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und
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persönlichen
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Wahlfreiheiten. Sie kondensieren in Gesetzestexten, z. B. dem seit
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