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2.3.1 Die Einheit von Beobachterin und Beobachtetem und
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ihre Folge für die Soziale Arbeit
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„Der entscheidende Zug der Atomphysik ist, daß der menschliche
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Beobachter nicht nur für die Beobachtung der Eigenschaften eines
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Objekts notwendig ist, sondern sogar, um diese Eigenschaften zu
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definieren. In der Atomphysik können wir nicht von den
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Eigenschaften eines Objektes als solchem sprechen. Sie sind nur im
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Zusammenhang mit der Wechselwirkung des Objektes mit dem
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Beobachter von Bedeutung … Der Beobachter entscheidet, wie er die
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Messungen aufstellt, und diese Anordnung entscheidet bis zu einem
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gewissen Grad die Eigenschaften des beobachteten Objekts. Wird die
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Versuchsanordnung verändert, ändern sich die Eigenschaften des
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beobachteten Objektes ebenfalls“ Capra 1984, S. 141).
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Diese für die mikroskopische Welt getroffene Feststellung
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kulminiert in der von Heisenberg formulierten „Unschärferelation“6;
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die „zweite Kybernetik“ hat sie für die Sozial- bzw.
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Kommunikationswissenschaften und damit für die Größenordnung der
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menschlichen Welt erschlossen. Auch für die Wahrnehmung,
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Beschreibung, Analyse und Bewertung sozialer Wirklichkeiten hat die
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Aussage der Einheit von Beobachterin und beobachteten Systemen
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erhebliche theoretische und praktische Konsequenzen. Die Forscherin
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steht nicht einer objektiven Wirklichkeit gegenüber, die sie
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vermessen, beschreiben und kausal erklären kann. Stattdessen
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schließen sich sie und der von ihr festgelegte erforschte Ausschnitt
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der Wirklichkeit zu einem Beobachtungssystem zusammen, das den
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transparent zu machenden Kontext der wissenschaftlichen Aussagen
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darstellt. Diese für die wissenschaftliche Forschungspraxis getroffene
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Feststellung gilt entsprechend für die kommunikative Alltagspraxis. In
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der „Handlungs- bzw. Aktionsforschung“ (Moser 1975; Zinnecker et
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al. 1975) wird diese Sichtweise schon lange vertreten.
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Der „zweiten Kybernetik“ folgend, hat die systemische
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Familientherapie
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immer
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schon
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betont,
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dass
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durch
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den
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Zusammenschluss von zwei eigenständigen Systemen – dem
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Therapeutinnen- und dem Klientinnensystem – ein neues, zeitlich
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