2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/018.md

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spirituelle Kraft findet;
die soziale Trias von „Arbeit, Herrschaft und Sprache“
(Habermas 1971);
das auf eine humanistische Selbstverwirklichung des Menschen
gerichtete „Prinzip Hoffnung“ (Bloch 1973);
und den existenziellen Glauben an die einsam machende,
Enttäuschungen notwendig hervorrufende und dennoch
lebensnotwendige Freiheit der Wahl in der persönlichen
Existenz. Gäbe es diese nicht, dann gäbe es auch keine
persönliche Verantwortung für das eigene Handeln, es gäbe
weder Schuld noch Scheitern. Dann aber hätte sich der Mensch
als Gott gesetzt, als vollkommenes Wesen, dessen Worte die
Welt erschaffen können. Zwölf Jahre Führerkult in Deutschland
haben gezeigt, dass ein solcher Weg in Auschwitz endet.
Systemische Theorie sollte also in ihrem Weltbild Platz lassen für
tiefenpsychologische,
philosophische,
spirituelle,
gesellschaftskritische Diskurse und sie als eigensinnige Partner bei
der Beschreibung der Welt und dem Handeln in ihr willkommen
heißen.
Ich habe die Ergebnisse dieser nicht systemischen Theorien als
Kontextperspektiven
im
zweiten
Kapitel,
bei
meinen
gesellschaftstheoretischen Überlegungen im dritten Kapitel und den
Überlegungen zum familiären Lebenszyklus im vierten Kapitel mit
einbezogen.
Zum Schluss noch zwei Anmerkungen:
Ich verwende im folgenden Text die Begriffe Systemtherapie
und systemische Therapie gleichbedeutend.
Wenn es um Personen geht, verwende ich überwiegend die
weibliche Schreibweise. Ich möchte damit die vielen
Bemühungen in unserem Feld und der Gesellschaft für eine
Gleichstellung der Geschlechter unterstützen. Bislang findet
sich in fast allen Fachtexten die männliche Schreibweise für