2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/015.md

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Die originären Grundlagen der Sozialen Arbeit, d. h. ihre
gesellschaftliche Funktion, ihre Adressatinnen, Arbeitsfelder,
Ziele, Handlungsbereiche und Handlungsformen bleiben
erhalten. Dass sie nun in eine systemische Sicht der
Wirklichkeit integriert werden, ist kein Akt der Willkür, denn ich
behaupte, dass die Sozialarbeit in ihrem Kern immer schon
eine systemische Orientierung hatte, um ihrem zentralen
Auftrag der Lösung bzw. Milderung von materiellen und
kommunikativen Problemen im Feld des Sozialen gerecht zu
werden. Mein ehemaliger Hochschulkollege Werner Müller hat
für dieses Kapitel die Teile über Gemeinwesenarbeit und Arbeit
in sozialen Organisationen verfasst und das gesamte Kapitel
kritisch gegengelesen. Dafür danke ich ihm sehr herzlich.
Mit einem fünften Schritt (im sechsten Kapitel) kommt diese
Entdeckungsreise zu ihrem vorläufigen Ende. Hier werden die
in der systemischen Sozialen Arbeit verwendbaren Methoden
und Handlungsrichtlinien vorgestellt. Ich spreche in diesem
Zusammenhang nicht von Therapie oder Sozialarbeit, sondern
nur allgemein von Systemischer Arbeit; in ihr sind
Sozialpädagogik,
Therapie,
Beratung
und
materielle
Unterstützung als Teilbereiche enthalten. Zusammen mit den
im selben Kapitel dargestellten originären Methoden der
sozialen Arbeit ermöglichen sie eine theoretisch reflektierte
und methodisch gesicherte Praxis der systemischen Sozialen
Arbeit. Ihre Ziele heißen Empowerment, Hilfe zur Selbsthilfe
und die Erschließung der dafür notwendigen Ressourcen.
Die Falldarstellung im ersten Kapitel sowie die Praxisbeschreibungen
des siebten Kapitels zeigen, wie systemische Metatheorie und
Methoden mit der klassischen Sozialen Arbeit zu einer einheitlichen
praxisrelevanten Konzeption zusammenwachsen.
Für die Beiträge des siebten Kapitels danke ich Jürgen
Armbruster und Gabriele Rein vom Sozialpsychiatrischen Dienst
Stuttgart-Freiberg, Karlheinz Menzler-Fröhlich vom Wohnverbund