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Kunde oder auch Auftraggeber wider. Wobei solch unterschiedlicher
Wortgebrauch auch eine jeweils unterschiedliche professionelle
Beziehung nahe legt. Das spiegelt sich weiter in den
unterschiedlichen Begriffen wider, die Tätigkeit und den
Aufgabenbereich der Sozialarbeiterinnen und der Sozialarbeiter
beschreiben, Begriffe wie Therapie, Beratung, Unterstützung, Hilfe
zur Selbsthilfe, Hilfe bei der Mobilisierung von Ressourcen und
andere mehr.
Angesichts dieser oft so widersprüchlichen, ja verwirrenden Sachund Auftragslage vermag gerade der systemisch-therapeutische
Ansatz wichtige Orientierungshilfen zu leisten. Diesen Ansatz hat
Wolf Ritscher in dem vorliegenden Buch mit großer Sachkenntnis
unter Berücksichtigung der Herausforderungen dargestellt, die sich
heutigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern stellen. Er hat sich
diese Arbeit nicht leicht gemacht. Denn auch auf dem Feld der
systemischen
Therapie
lässt
sich
heute
von
einer
Informationsexplosion sprechen, die den Autor immer wieder vor die
Frage stellte: Was ist für die Sozialarbeit wesentlich und
wegweisend, und wie lässt sich das möglichst klar vermitteln?
Ich selbst habe bei der Lektüre des Buches einen neuen Respekt
nicht nur vor dem Autor gewonnen, der im deutschen Sprachbereich
in vorderster Linie vieles zur Entwicklung und Akzeptanz des
systemisch-therapeutischen Ansatzes beigetragen hat. Mein
gewachsener Respekt gilt auch einem Berufsstand, der wie kaum ein
anderer mit den Problemen einer offenen und sich immer schneller
wandelnden Gesellschaft konfrontiert ist. Verständlich daher, dass ich
dem Buch viele Leser und Leserinnen wünsche.
Heidelberg, im Januar 2002
Helm Stierlin