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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 203 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
8. Cleartalk Ein systemisches Konzept für die Zusammenarbeit in sozialen Kontexten
koppeln sich die Klärungsgespräche aus dem üblichen Mainstream
der Hilfen aus und begeben sich in einen inhaltlichen und zeitlichen
Schutzraum. Fallzuständig bleibt weiterhin die vorherige ASD-Mitarbeiterin. Sie hat in einem Motivationsgespräch der Familie die Klärungsgespräche vorgestellt und übergibt für den Klärungsprozess die
Familie an das Klärungsteam.
Themen im ersten Übergabegespräch sind:
• Von der fallzuständigen Sozialarbeiterin wahrgenommene Fähigkeiten der einzelnen Familienmitglieder was lief gut in der Zusammenarbeit?
• Welche Empfehlungen hat die fallzuständige Kollegin für die Klärungsarbeit was sollten wir unbedingt tun, was sollten wir tunlichst
unterlassen?
• Welche Erwartungen hat die fallzuständige Kollegin an das Ergebnis
der Klärung womit wäre sie sehr zufrieden oder unzufrieden?
Dieses Gespräch entwickelte sich erst im Laufe der Probephase. Wir
wollten in der Klärung nicht auf das Wissen der Fallzuständigen verzichten und diese Ressource mit einbeziehen.
In der Praxis hat sich dieses Vorgehen sehr bewährt bei stagnierenden Prozessen während der Klärung kann immer wieder auf die
Empfehlungen zurückgegriffen werden, was häufig wieder zu einer
Bewegung führt.
5.3 Der dritte Schritt: Der Telefonkontakt mit der Familie
Nach der Beantragung und Genehmigung der Klärungsgespräche im
Erziehungshilfeteam, an dem auch die Wirtschaftliche Jugendhilfe
teilnimmt, gibt die zuständige ASD-Mitarbeiterin die Telefonnummer des Klärungs-ASD an die Familie weiter. Erst wenn die Familie
sich selbst anmeldet, beginnen die Gespräche. Dieses Vorgehen baut
auf die Selbstorganisation und das Expertenwissen der Familie. Inhalt
des Telefonats sind die Terminfindung für das Erstgespräch, die Zusammensetzung der Klärungsrunde und der Ort des Zusammentreffens. All dies wird von der Familie bestimmt. Die ASD-Mitarbeiterin
gibt hier die Empfehlung, beim ersten Zusammenkommen so viele
Familienmitglieder wie möglich einzubeziehen. Unsere Erfahrung
zeigt, dass manche Familien diese Empfehlung annehmen und manche sich klar dagegen entscheiden; teilweise kommen zuerst einzelne
oder einige Familienmitglieder. Die leitende Idee dabei ist, dass die
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