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Menschen zu minimieren. Doch wächst derzeit die Kluft zwischen
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Arm und Reich und zwischen Ausgegrenzten und Menschen, die
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scheinbar dazugehören. Das Anwachsen von Gewalt, sei es körperliche, sexuelle oder auch strukturelle Gewalt gegen benachteiligte
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Menschen – in extremen Ausmaßen gegen flüchtende Menschen –,
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wird billigend in Kauf genommen. Not wird in die Außenbezirke der
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Städte verlagert oder wie in Haiti unsichtbar gemacht (Maurer 2020).
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Leid wird ausgeblendet, Mitgefühl durch anonyme Strukturen bekämpft. Doch Widerstandszeichen gibt es auch, z. B. in Chile, Haiti,
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Libanon, die Geflüchteten aus Palästina und Syrien: „Selbst für Zuschauende vermittelt sich die Erfahrung der Selbstbemächtigung.“
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(Maurer 2019, S. 8)
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Und was hat das alles mit Traumapädagogik zu tun? Ich bin
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davon überzeugt, dass pädagogische Anstrengungen eine Traumabearbeitung und die Korrektur von beeinträchtigenden Auswirkungen wesentlich unterstützen können. Jana und Philipp
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können von Pädagog*innen und allen anderen Begleiter*innen eine
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Unterstützung bei den beiden wesentlichen Aufgaben erhalten, die
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traumatisierte Menschen haben: der Lebensgeschichte einen Sinn zu
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geben und im Hier und Heute in Beziehungen leben zu lernen. Sie
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können zum Subjekt ihres Lebens werden. Wir dürfen nicht übersehen, so Viktor Frankl: „[…] dass der Mensch (sich) letzten Endes
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nur in dem Maße verwirklichen kann, in dem er einen Sinn erfüllt –
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draußen in der Welt, aber nicht in sich selbst.“ (2012, S. 17) Und
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spätestens hier zeigt sich, dass der Begriff Traumapädagogik keine
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Engführung sein darf. Viele der in Absatz B ‚Traumainformierte Begleitung‘ benannten Inhalte gehen weit darüber hinaus, sie nutzen
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Menschen an sich. Es stellt sich schlicht die gemeinsame Frage – gemeinsam Expert*innen und Profis – wie wollen wir leben gerade
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in diesen Zeiten.
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Im Vorwort zur Neuausgabe der Dialektik der Aufklärung bemerken Horkheimer und Adorno: „Kritisches Denken, das auch
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vor dem Fortschritt nicht innehält, verlangt heute Parteinahme für
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die Residuen von Freiheit, für Tendenzen zur realen Humanität,
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selbst wenn sie angesichts des großen historischen Zuges ohnmächtig scheinen.“ (Horkheimer/Adorno 1988). Tendenzen zur
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