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behandelt werden müssen. Wir tragen unsere Argumente vor und konnten
schon sehr oft überzeugen oder im Vorbereitungsteam für unser Jubiläum war
eine Rätin unter allen Mitarbeitern dabei und hat mitentschieden, wie wir das
Jubiläum gestalten wollen und wo unser Rat seinen Platz findet. Die Begrüßung,
also die erste Rede vor allen anderen, haben wir gehalten und die Gäste begrüßt.
So könnte ich noch von vielen Beispielen erzählen ihr seht, es lohnt sich, macht
Spaß und es ist voll schön, mitzugestalten.“ (ebd., S. 99)
Ein Heimrat muss wenn er wirkmächtig sein soll in viele Ebenen
der Institution einwirken, z. B. in pädagogischen Konferenzen seine
Anliegen diskutieren können. Der Kontakt zur Leitung muss in
welcher Form auch immer möglich sein. Im AWZ ist der Heimrat
Chefinnensache, sicher eine Grundlage seiner hohen Wirksamkeit.
Hilfeplanung als Selbstbemächtigung
Hilfeplangespräche haben große Wirkung. Die Kinder und Jugendlichen haben vielleicht Angst vor den Ergebnissen, vor den weitreichenden Entscheidungen, die über sie getroffen werden, sie
haben Angst davor, dass ihre Wünsche nicht gehört werden, oder
dass dort über ihr weiteres Leben entschieden wird.
Alle Menschen, auch junge Menschen, haben eine innere Vorstellung von sich und von ihrem Platz in der Welt. Bei belasteten und
traumatisierten Kindern finden wir wie bereits beschrieben eine
negative Vorstellung, „die traumatische Erwartung“ (Pynoss et al.
2000, S. 285). Mögliche Korrekturen dieser Erwartung werden behindert, wenn wir die traumatische Erwartung und ihre Korrektur
in der Hilfeplanung nicht ausreichend und von Anfang der Hilfestellung an beachten. Vielleicht sehen sie ihre Situation hoffnungsloser als sie ist. Sie erkennen Wachstumschancen und Unterstützer*innen nicht. Im Gegensatz hierzu können die innerliche
Wahrnehmung und das Gefühl, dass die gegebene Situation eine
Struktur und Bedeutung hat und es Möglichkeiten des Handelns
gibt, die Mobilisierung innerer Kräfte anschieben bzw. stärken. In
einer Erörterung des Expert*innenrates über gute Pädagogik wurde
mir die Bedeutung der kognitiven Auseinandersetzung um ihr Sein