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Maria kann nachts nicht einschlafen. Oft hat sie Albträume. Philipp dreht eines
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Abends (er hatte auch zu viele Biere getrunken) völlig ab. Apathisch sitzt er in
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einer Ecke, dann schreit er „Ich will die vielen Schwänze nicht mehr sehen“, er
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weint und schreit. Philipp kann erst Stunden später wieder beruhigt werden.
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Laura kommt aus der S-Bahn, völlig durcheinander und voller Angst. Ein Mann
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sah aus wie ihr Stiefvater. Maria wimmert, als die Betreuerin aus dem Aufklärungsbuch für Kinder „Peter, Ida und Minimum“ vorliest und Geschlechtsteile thematisiert werden. Maria kann sich danach nicht erinnern.
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Philipp, Maria und Laura haben einen Flashback. Auslöser sind
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innere oder reaktivierende Reize in der Gegenwart, die aus
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assoziativen Verbindungen zu frühen Erfahrungen bestehen. Wir
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nennen diese Trigger.
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Der Flashback
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Ein Flashback ist ein psychischer Zustand, in welchem Gedächtnisinhalte
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aus einer vergangenen Stresssituation Macht über Erleben und Verhalten in
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der Gegenwart bekommen:
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– Bilder, Stimmen, Gerüche, Geschmacks- und Körperempfindungen von
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damals sind die Gegenwart.
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– Überzeugungen über sich, andere Menschen und die Welt von damals
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gelten wieder.
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– Die gleichen Gefühle sind wieder zu spüren.
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– Die gleichen Verhaltensmuster werden wieder aktiviert, und/oder
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– eine körperliche Stressreaktion wird ausgelöst, die den körperlichen Veränderungen in der vergangenen Stresssituation gleicht.
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Auch eine allgemeine physiologische Erregung kann traumagebundene Erinnerungen auslösen. Auslöser warnen den Organismus so frühzeitig vor
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möglichen Gefahren psychischer Überlastung, dass sie ohne erkennbaren
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Grund zu Flashbacks mit starken Stressreaktionen und zum Rückgriff auf
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alte Verhaltensmuster (z. B. zu posttraumatischen Übertragungen führen
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können. Die Konfrontation mit dem Trauma durch Auslöser kann zur
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signifikanten Verminderung des Sauerstoffverbrauchs führen. Das bedeutet
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wahrscheinlich, dass während der Aktivierung das Gehirn die Erfahrung in
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vollem Ausmaß wieder erlebt. Die Person kann auch physiologisch daran
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