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Partizipation
tag, darüber hinaus von strukturierten Formen der Verantwortungsübernahme,
Gesprächsrunden, Konferenzen und Projekten.
Beteiligung als Voraussetzung für Erfolg: Gelungene Kooperations- und Beteiligungsformen zwischen den Fachkräften, den jungen Menschen und deren
Eltern und Familien sind ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Erziehung,
Bildung und Hilfeprozessen. Insofern werden die jungen Menschen und ihre
Angehörigen nicht auf die Funktion des Empfangenden reduziert, sondern sind
immer aktiver Part eines zielorientierten pädagogischen Prozesses […]« (Dörnhoff/Hiller/Scheiwe 2013).
Auf der Basis dieses Positionspapieres wurden in vielen Einrichtungen Partizipationsmodelle gestaltet. Das Raphaelshaus in Dormagen beispielsweise entwickelte
ein Partizipationskonzept auf Gruppen- und Einrichtungsebene durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus sechs Kindern/Jugendlichen, drei Personen aus der
Gruppenleiterkonferenz und zwei Personen aus der Leitungskonferenz. Das daraus resultierende Konzept wurde im Rahmen des BVkE-Partizipations-Awards
einem bundesweiten Wettbewerb für gelebte Partizipation in Erziehungshilfeeinrichtungen prämiert.
Traumaspezifische Bedeutung von Partizipation
Kinder und Jugendliche, die sich in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe befinden, weisen in ihrer Biografie in hohem Maße traumatisierende Lebensereignisse auf, die sich wiederum in einer Vielzahl unterschiedlicher psychischer Problemlagen äußern (Macsenaere/Klein 2011; Schmid et al. 2007; Schmid 2011). Dies
stellt päda­gogische Fachkräfte vor eine große Herausforderung, um einerseits den
betroffenen Kindern und Jugendlichen fachlich qualifizierte Hilfestellung in der
Auf- und Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrungen geben zu können und
andererseits die eigenen Risiken für Überlastung und mögliche sekundäre Traumatisierungen zu erkennen bzw. diesen entgegenzuwirken (Weiß 2005; Schmid
2012). Traumapädagogische Konzepte versuchen genau hier eine Brücke zu schlagen und empathisches, beziehungsförderndes Arbeiten pädagogischer Fachkräfte
mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen unter hinreichendem Schutz der
eigenen psychischen bzw. psychosomatischen Gesundheit zu ermöglichen.
Traumatische Erfahrungen führen bei jungen Menschen in der Regel zu einem
Abbruch bzw. zu einer merklichen Reduzierung des eigenen Austausches mit der
Umwelt. Verstärkt werden kann dies noch durch eine (insbesondere stationäre)
Jugendhilfe, die durch die einhergehende Fremdunterbringung selbst traumatisierend sein kann. Bei der Gestaltung von Sicherheit und eines »sicheren Ortes« so-