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nehmen genau diese sozial-ökologischen Faktoren eigenständig Einfluss auf die Zugangschancen. Hieraus ergeben sich Rückschlüsse auf die Effektkette sozialer Benachteiligung. Merkmale der Stigmatisierung (Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen) rücken in den Vordergrund, die genauso wie infrastrukturelle Faktoren (Entfernung zum Arzt, zu einer guten Schule etc.) für die Ausprägung von Ungleichheiten oder Zugangsbarrieren relevant werden können. Das neunte Prinzip zur Bedeutung intersektionaler Ungleichheiten versucht dieses sehr komplexe Geschehen an die Stelle einfacher, monokausaler Ursachenannahmen über die Ausbildung sozialer Ungleichheiten zu stellen. Die damit verbundene analytische Reichweite geht über die Frage reiner ökonomischer Verteilungsungleichheiten selbstverständlich weit hinaus. Ein Zugang, der die Komplexität ungleicher Lebenslagen empirisch zu fassen versucht, ist der der milieuspezifischen sozialen Ungleichheiten von Choi (2012), der für die Analyse von Erziehungsarrangements genutzt wird. Der Ansatz der milieuspezifischen Erziehungsstildifferenzierung wird von Choi an die sogenannten SINUS-Milieus angelehnt. Hierfür wird eine Milieuperspektive mit der Betrachtung der elterlichen Erziehungsstile verbunden (Merkle/Wippermann/Henry-Huthmacher 2008). Das Ergebnis dieser Untersuchungen knüpft an Grundannahmen der sozialökologischen Differenzierung an, konzentriert sich aber auf die Unterscheidung von elterlichen Mentalitäten (also zumeist Einstellungsmustern), die milieuspezifisch variieren und dann als unterscheidbare Erziehungsstilmerkmale erkennbar werden. Tabelle 6 fasst die Ergebnisse auf der Grundlage der Darstellung von Choi (2012) zusammen und verweist darauf, wie eng die Perspektive der familialen Sozialisation im sechsten Prinzip des MpR mit der der Ungleichheiten im neunten Prinzip verbunden ist.