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Die Unterscheidung nach Nutzungsverhalten

Tatsächlich kann man auch andere Einschätzungen als die Spitzers finden. Die Debatte über ein pro und contra wird ein sicherer Begleiter in den nächsten Jahren sein. Es bleibt darum viel Zeit, differenzierte Urteile zu treffen und genau dies ist heute wichtig. Ein Blick auf das Nutzungsverhalten digitaler Medien zeigt dies. Mit Daten der bereits genannten SHELL Jugendstudie 2019 lassen sich unterschiedliche Nutzungstypen unterscheiden. Hiernach lassen sich unterschiedliche Formen der Inanspruchnahme erkennen, die allein bezüglich der Unterhaltungsangebote von den »zurückhaltenden« bis zu den »Intensiv-Allroundern« und dauernden »Unterhaltungs-Konsumenten« reicht. Auch bezüglich der Dauer der Nutzung zeigen sich große Unterschiede. Vielnutzerinnen sind fast durchgehend online, Geringnutzer dagegen so gut wie kaum. Bei der Gerätepräferenz liegt das Smartphone uneinholbar vorne. 75 Prozent der weiblichen und 65 Prozent der männlichen Jugendlichen bevorzugen das Handy. Der tiefergehende Blick zeigt, dass wiederum Messengerdienste (80 Prozent Nutzung mehrmals am Tag) weit vor den sozialen Netzwerken (so Facebook oder YouTube mit weniger als 50 Prozent Nutzung mehrmals am Tag) und Musikplattformen oder der Suche nach Informations- und Bildungsangeboten liegen. Für eine sozialisationstheoretische Perspektive ergeben sich hieraus viele Ansatzpunkte. Einer ist, dass nicht nur Risiken bezüglich der Nutzung digitaler Medien sichtbar werden müssen. Dennoch ist der alltägliche Umgang mit den Phänomenen der Viel- und Übernutzung in unserer Wahrnehmung dominierend. Viele Eltern sind hier an der Grenze ihrer erzieherischen Möglichkeiten. Die Konsolen-, Online-, Tablet-, Handy- und Computerspiele scheinen eine psychische Abhängigkeit, einen Suchtmechanismus