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gestörte, unausgewogene Persönlichkeits- und Identitätsstrukturen sein (Lukesch 2008). Gefahren durch Social Media, Smartphones & Co

In der öffentlichen Debatte wird die Situation der internetgestützten Mediennutzung zwiespältig diskutiert. Offensichtlich ist, dass gestiegene Möglichkeiten der Vernetzung und Information zur Verfügung stehen, die es in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat. Informationen über Finanzen, die eigene Gesundheit oder Bildungsinhalte sind so offen verfügbar wie noch nie. Zweifellos ist das auch eine Demokratisierung des Zugangs zu lebenswichtigem Wissen. Wenn wir dabei über eine Generationen sprechen, die jetzt das erste Mal von Geburt an mit diesem neuen Medien sozialisiert werden, dürfen wir nicht vergessen, dass auch die »älteren« Generationen »Y« und »X« natürlich extensive Nutzerinnen und Nutzer der digitalen Angebote sind. Gesellschaftlich ließe sich heute kaum ein Lebensbereich aufrechterhalten, der nicht von den digitalen Medien unterstützt wird. Wird also über Gefahren durch Internetnutzung geredet, darf nicht nur von einem Problem der Übernutzung gesprochen werden. Eine Diskussion über die Nicht-Nutzung führt an den gesellschaftlichen Bedingungen vorbei, in denen sich eine Gesellschaft des 21. Jahrhunderts befindet. Die bekannteste Kritik an einer expansiven Nutzung digitaler Medien stammt von dem deutschen Neurowissenschaftler und Hirnforscher Manfred Spitzer (geb. 1958). Spitzer spricht provokativ von einer »digitalen Demenz« (Spitzer 2012), die durch digitale Vielnutzung vor allem in der nachwachsenden Generation entsteht. Was Spitzer populärwissenschaftlich publiziert, trifft den Zeitgeist einer kritischen Begleitung der Digitalisierung heutiger Lebenswelten. Dies treibt im Moment einen Keil zwischen die Generationen. Bevor eine solche Kritik aber zu einem Intervenieren in Klassen- und Kinderzimmer