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einer Absenkung des Lebensstandards führen, die zudem Auswirkungen auf die Erziehungs- und Beziehungsqualität in den Familien hat. Arme Eltern, die durch langanhaltende Arbeitslosigkeit den in ihrem sozialen Umfeld üblichen durchschnittlichen Lebensstandard nicht aufrechterhalten können, sind durch ihre starken Belastungen auch pädagogisch verunsichert. Sie ziehen sich und ihre Familie oft auch sozial zurück und rutschen dadurch in eine soziale Isolation. Die Anregungen aus Nachbarschaft und öffentlichem Raum werden auf diese Weise immer geringer, und darunter leidet auch die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder (Walper 2008, ausführlich hierzu die Beiträge in Quenzel/Hurrelmann 2019). Alle diese Prozesse führen häufig auch zu Formen der Bildungsbenachteiligung in der Kindergruppe. Wie die bereits erwähnte »World-Vision-Kinderstudie« dokumentiert, streben nur rund 20 Prozent der Kinder aus relativ armen Elternhäusern das Abitur als Schulabschluss an, während der Anteil bei Kindern aus besonders wohlhabenden Schichten bei über 80 Prozent liegt (World Vision Deutschland 2010, S. 162). Wie sehr die Eltern selbst verunsichert sind, lässt sich an anderen Befunden der Studie ablesen. So kontrolliert nur die Hälfte der Eltern aus den unteren Schichten regelmäßig die Hausaufgaben ihrer Kinder, während es bei den oberen Schichten fast alle tun. Bei den benachteiligten Kindern verändert sich hierdurch die Einstellung zur Schule: Sie wird zunehmend negativ oder zumindest distanziert, und entsprechend wird auch die Bereitschaft geringer, sich auf Anforderungen und Impulse einzulassen, die von den Lehrkräften ausgehen (World Vision Deutschland 2010, S. 178; Breyvogel 2010). Auf die Auswirkungen der sozialen Ungleichheiten und vor allem sozialer Benachteiligung wird in den folgenden Ausführungen noch ausführlicher eingegangen. Hier kann aber schon festgehalten werden, dass gerade arme