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soziales Vorbild für die Identifizierung mit der Geschlechtsrolle. Die Beziehung des einen Elternteils zum Kind ist außerdem oft besonders eng, kann aber durch allzu viele Anforderungen und Erwartungen überlastet sein. Für die Kinder ist unter diesen Umständen das Beziehungs-Selbstmanagement mit einer Berücksichtigung der dem Alter angemessenen und den individuellen Wünschen entsprechenden Geschlechts- und Generationenrolle sehr schwierig. Ein besonderes Problem liegt auch darin, dass der alleinerziehende Elternteil nur unter großen Schwierigkeiten einer Berufstätigkeit nachgehen kann, damit von vielen Kontaktmöglichkeiten abgeschnitten und zusätzlich meist auch finanziell eingeengt ist. Eine Trennung oder Scheidung der Eltern konfrontiert Kinder mit großen Bewältigungsaufgaben (Fthenakis et al. 2008), mit neuen Formen der Beteiligung an familiären Aufgaben und Entscheidungen, der Neuorganisation des Alltags, mitunter über mehrere Haushaltskontexte, und der sozialen Beziehungen. Die Trennungssituation erschüttert eingespielte Balancen grundlegender Beziehungsambivalenzen (Wunsch nach Nähe und nach Distanz, Solidarität etc.) und provoziert neue Loyalitätskonflikte und Parteinahmen (Lüscher/PajungBilger 1998; Lüscher 2016). Trennungen bergen das Risiko ökonomischen und sozialen Abstiegs und damit des Verlustes der Mittel zur Abfederung zusätzlicher Belastungen. Verschiedene Studien (Fend et al. 2009; Fend/Berger 2001; Carter/Murdock 2001) verweisen seit langem sehr fundiert auf Zusammenhänge zwischen Lebenskrisen und schlechteren Lebenschancen der betroffenen Kinder. In der Sozialform der Patchwork-Familien sind die Anforderungen an das Rollen- und Beziehungsmanagement ebenfalls besonders hoch. Es kann zu Loyalitätskonflikten kommen, weil die Kinder sich einer jeweils neuartigen