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wie lange er ertragen werden kann und welche Folgen die »Nicht-Bewältigung« normierter Anforderungen auf den Aufbau einer Ich-Identität haben. Typischerweise wird in dieser Hinsicht von drei Risikowegen bei der »NichtBewältigung« ausgegangen: dem nach außen, nach innen und auf Ausweichen gerichteten Risikoweg: Von einer nach außen gerichteten, »externalisierenden« Variante der unzureichenden Bewältigung kann gesprochen werden, wenn ein Mensch auf den entstandenen Druck mit Aggressionen gegen andere reagiert. Der starken Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, die aus der unzureichenden Bewältigung resultiert, wird mit Aggression nach außen begegnet. Bei der nach innen gerichteten, »internalisierenden« Variante des Bewältigungsverhaltens reagiert ein Mensch durch Rückzug und Isolation, Desinteresse und Apathie, psychosomatische Störungen und depressive Stimmungen. Typischerweise wird hier von der Aggression nach innen gesprochen. Die dritte Variante eines Risikoweges bei der Bewältigung ist durch ein Ausweichen charakterisiert, was als »evadierende« Variante im Fachdiskurs verhandelt wird. Dieses aus dem Lateinischen wörtlich übersetzte »Aus-dem-Feld-Gehen« drückt sich in fluchtförmigen Verhaltensweisen, in unsteten, wechselhaften sozialen Beziehungsmustern und in suchtgefährdetem Verhalten aus, etwa dem unkontrollierten Konsum legaler wie illegaler Drogen, von Nahrungsmitteln und der exzessiven Nutzung von elektronischen Medien (vor allem im Spiele- und Unterhaltungsbereich). Vor allem die oben vorgestellten Theorien der ökologischen Entwicklung von Urie Bronfenbrenner, der Produktion der