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Bestandteil einer sozialen Praxis, in der sie aktiv agieren im Sinne es »doing childhood«. Nahe an diese Perspektive der neuen Soziologie der Kindheit tritt die Thematisierung kindlicher »agency«. Agency ist der aus der eben dargestellten psychologischen Debatte übernommener Fachbegriff, der im Deutschen als »Handlungsvermögen« übersetzt wird. Ein solches Handlungsvermögen eignen sich Kinder nicht nur an und verändern es, sondern sie verfügen immer bereits darüber (Alanen 2005). Seit den 1980er-Jahren wird dies auch in der Formulierung »Kinder als Akteure« diskutiert. In den vergangenen Jahren ist auch deutschsprachig dieser Forschungsstrang enorm gewachsen. Im Kontext der Debatte über Sozialisation und Kindheit entsteht damit das erste Mal eine theoretische Hintergrundfolie, die es erlaubt, die Potenziale in der Kindheit zu verstehen, die auf Eigenständigkeit, kindlichem Handlungsvermögen und kindlicher Autonomiefähigkeit beruhen. Dies unterstützt wiederum den Produktionsaspekt der eigenen Persönlichkeit. Sozialisation als generationales Ordnen bestätigt zugleich die aktive Rolle des Kindes. Diese »erleichtert den (geregelten) Ablauf der Sozialisationsprozesse, kann deren Wirkung aber auch torpedieren.« (BühlerNiederberger/Gräsel/Morgenroth 2015, S. 125) Die Perspektive der neueren Kindheitsforschung hat natürlich weitreichende Implikationen, impliziert aber wiederum Anschlussfragen. Wie weit beispielsweise reicht die kindliche Fähigkeit, Verhältnisse, in die sie als Kinder integriert werden, tatsächlich zu »torpedieren«? Zweifellos sollte hier vorsichtig argumentiert werden. Kindliche Erfahrungsräume müssen eine autonome Betrachtung beanspruchen und die Eigenständigkeit des kindlichen Tuns in Rechnung stellen. So zu tun aber, als ob es kindliche Autonomie per se gibt, bekommt problematische Züge. Auf diese Weise würden Ungleichheits- und