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Raw Blame History

dazu, diese Geschichte des Subjekts auszublenden und es als eine konturierte und reflexive Instanz zum Anfangspunkt theoretischer Reflexion zu machen.« (Zizek 2018, S. 358) »Rekonstruktive Sozialisationsforschung« ist zum anderen so etwas wie der Blick hinter die Kulissen dessen, was wir sehen, wenn Menschen aktiv Entscheidungen treffen und rational (also nach einem genauen Abwägen von Kosten und Nutzen) handeln. Die autonome Handlungsfähigkeit wird ernst genommen, auch Kinder sind bereits in hohem Maße aktive Umweltgestalter. Aber jede Handlung hat auch seine Voraussetzungen, jede Entscheidung hat eine Begründung und jede Begründung beruht auf Erfahrungen mit der sozialen Welt. Der rekonstruktive Aspekt umfasst analytisch gesehen das Erschließen dieser Vorerfahrungen, der sozialisatorische Aspekt bezeichnet die Vielzahl von Kontextfaktoren, die auf die Erfahrungsbildung Einfluss nehmen. »Rekonstruktive Sozialisationsforschung« ist darüber hinaus zu gleichen Teilen eine auf das einzelne Individuum, seine Denk- und Handlungsstrukturen fokussierende Mikroforschung und eine auf das gesellschaftliche Umfeld sowie die dazugehörigen sozialen Bedingungen fokussierende Makroforschung. Wie Bourdieus Theorie ist der Ansatz so zu kennzeichnen, dass die Gegensätze der Blickrichtung allein auf das Subjekt oder die umgeben sozialen Strukturen vermieden wird. Sozialisationsprozesse können nur mit dem Rückgriff auf beide Perspektiven verstanden werden. »Rekonstruktive Sozialisationsforschung« ist zusammenfassend betrachtet ein Pendant zur metatheoretischen Ausrichtung des MpR. Innerhalb der deutschsprachigen Diskussion scheinen innerhalb der rekonstruktiven Sozialisationsforschung wie im MpR