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Raw Blame History

Aspekte noch häufiger hervorheben. Es ist interessant, dass bereits in der Auseinandersetzung mit Freud der Gedanke aufkommt, den persönlichkeits- und sozialpsychologischen Akzent der Psychoanalyse zu stärken. Busch (1985) sieht im Konzept der »Identifizierung« ein Schlüsselkonzept für den Prozess der Aneignung der äußeren Realität durch einen Menschen. Diese Form der liebevollen Einverleibung eines anderen Menschen wird gleichgesetzt mit Nachahmung und Zugang zum Seelenleben des anderen, also zu einer emotional intensiven Form der Auseinandersetzung mit Personen aus der sozialen Umwelt. In dieser Betrachtung ist in der psychoanalytischen Theorie der Kern für die Analyse von Person-Umwelt-Interaktionen angelegt, die auch für die Sozialisationstheorie konstitutiv ist. DIE PSYCHOSOZIALE ENTWICKLUNGSTHEORIE VON ERIK H. ERIKSON Eine ganz wesentliche Strömung, in der die psychoanalytische Methode eine Weiterentwicklung findet, ist die psychosoziale Entwicklungstheorie. Viele der bereits angesprochenen Anschlüsse und Erweiterungen der Theorie von Freud kommen hier zur Anwendung. In Anlehnung an Freud hat sich Erik H. Erikson (19021994) um eine Einbeziehung der psychodynamischen Entwicklung des Menschen in einen sozialpsychologischen Rahmen der Persönlichkeitstheorie bemüht. Erikson, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, über die Tochter Sigmund Freuds mit der Psychoanalyse in Verbindung trat und nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die USA emigrierte, hat eine deutlicher auf die sozialen und nicht die sexuellen Funktionen der Identitätsentwicklung ausgerichtete Spielart des psychoanalytischen Denkens entwickelt. Er geht dabei auch über die Annahme von Freud hinaus, die menschliche Persönlichkeit werde vor allem in der frühen Kindheit geprägt. Seine Theorie betont