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2.0 KiB
Raw Blame History

6 Unterstützungs- und Begegnungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten

zeigen. Eine weitere sorgfältige Erprobung ist hier notwendig (Zechmeister-Koss et al. 2022).

Weiterführende Literatur Remschmidt, H. & Becker, K. (Hrsg.) (2021). Kinder- und Jugendpsychiatrie. Eine praktische Einführung. 7. vollst. überarb. Auflage. Stuttgart: Thieme.

Dieses Buch ist der »Klassiker« der Lehrbücher für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der in einer neuen, völlig überarbeiteten Fassung erschienen ist.

6.5

Der Blick über das Individuum hinaus: Die Zusammenarbeit mit Eltern und sonstigen Bezugspersonen25

Bei der Analyse der Entstehungsbedingungen von Verhaltensauffälligkeiten wurde immer wieder auf die Bedeutung des Familiensystems, auf die Beziehungen im System der Familie hingewiesen. In diesem Kapitel sollen zum einen einige Grundzüge einer begleitenden Bezugspersonenarbeit dargelegt werden. Zum anderen werden einige spezifische Programme (kurz) vorgestellt, die auf systematische Weise versuchen, die Erziehungskompetenzen von Eltern zu verbessern.

6.5.1

Begleitende Zusammenarbeit mit Bezugspersonen

Einführung Es ist mittlerweile fachlich unstrittig, dass zu einer pädagogischen oder therapeutischen Arbeit mit Kindern und eingeschränkter mit Jugendlichen die begleitende Zusammenarbeit mit ihren Bezugspersonen, in der Regel den Eltern hinzugehört. Aus psychoanalytischer Sicht hat schon Anna Freud darauf hingewiesen, »dass eine Behandlung, die von den Eltern nicht ausreichend gewünscht wird, früher oder später scheitern muss« (zitiert nach Diez-Grieser 1996, S. 242). Auch »bei den klientenzentrierten Therapeuten gehört die begleitende Elternarbeit zum Standardangebot« (Kaatz 1998, s. a. Ehlers 2001); dies gilt mittlerweile für alle Therapierichtungen. 25 Im Fachdiskurs wird der Begriff der »Elternarbeit« zunehmend durch den Begriff »Zusammenarbeit mit Eltern« ersetzt, der deutlicher auf den partizipativen und ko-konstruktiven Charakter dieser Kooperation verweist.

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