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# Evidence: Bedürfnisse aufnehmen Ein neues Freizeitangebot für alte Menschen in der stationären Behindertenhilfe
Source document: [praxis](../../documents/praxis/praxis.md)
---
## Reference 1
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Bedürfnisse aufnehmen Ein neues Freizeitangebot für alte Menschen in der stationären Behindertenhilfe
- **Pages:** 258
- **Lines:** 36233623
- **Quote:** "Die nachfolgende Fallbearbeitung wurde im Rahmen des Vollzeitstudiums Bachelor of Arts Soziale Arbeit realisiert, während eines halbjährigen Praktikum in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe. Es geht um den Fall einer Gruppe. Der Fokus der Fallbearbeitung liegt bei einer ausführlichen Situationserfassung, Analyse und Diagnose. Auf dieser Grundlage entstand ein neues Angebot, das abschliessend kurz skizziert wird."
## Reference 2
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** 2 Fallbearbeitung
- **Pages:** 259
- **Lines:** 36373637
- **Quote:** "Die Analyse wird dazu dienen, eine Auslegeordnung der erhobenen Informationen aus der Situationserfassung zu machen. Durch die Befragungen wird eine Vielzahl von Belangen erhalten, die zu strukturieren sind. Das Ziel ist eine Fallthematik zu erfassen, welche den Grundstein für die Entwicklung des Projekts darstellt (vgl. ebd.:177)."
## Reference 3
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Vorüberlegungen, Planung
- **Pages:** 260
- **Lines:** 36513651
- **Quote:** "Als erstes habe ich mir überlegt, welcher Realitätsausschnitt sich anbietet. Nach Hochuli Freund und Stotz (2015:153) beinhaltet der Realitätsausschnitt die Komponenten Raum und Zeit und ist bestimmt durch den Auftrag. Da mein Praktikum lediglich ein halbes Jahr dauert, musste ich möglichst bald mit der Situationserfassung beginnen, um noch genügend Zeit für die Umsetzung des Projekts zu haben. Weiter habe ich die Möglichkeit, das Angebot auf der Wohngruppe im Gemeinschaftsraum durchzuführen."
## Reference 4
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Umsetzung
- **Pages:** 261
- **Lines:** 36633663
- **Quote:** "Ich habe mir die genaue Fragestellung für die Einstiegsphase und die zweite Erzählphase notiert, um bei allen Bewohnerinnen und Bewohner gleich vorzugehen. Ausserdem erstelle ich einen groben Zeitplan der 13 Personen. Den Zeitaufwand schätze ich pro Person zwischen 15 und 30 Minuten. Die Planung ist daher nur ungefähr, weil die Gespräche neben der gewohnten Arbeit im Dienst geführt werden. Es kann vorkommen, dass keine Zeit an einem bestimmten Tag gefunden wird."
## Reference 5
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Reflexion
- **Pages:** 262
- **Lines:** 36753675
- **Quote:** "Bei einigen Bewohnerinnen dachte ich, dass sie bestimmt viele Ideen liefern würden. Mit dieser Vorstellung und Motivation ging ich ins Gespräch. Jedoch stellte sich heraus, dass die Bewohnerinnen, u. a. wegen demenzieller Veränderungen, wenige Erinnerungen an früher hatten oder bestimmte prägende Ereignisse präsent hatten. In diesen Gesprächen musste ich meine Haltung, v. a. das Gegenüber erzählen zu lassen, ändern. Das war eine Herausforderung."
## Reference 6
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Umsetzung
- **Pages:** 264
- **Lines:** 36933693
- **Quote:** "Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Auswertung lassen sich in folgenden konstatierenden Hypothesen zusammenfassen:"
## Reference 7
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Reflexion
- **Pages:** 265
- **Lines:** 37123712
- **Quote:** "Das Kategorisieren und die Tabelle haben die Auswertung erleichtert. Dass ich zwei Schritte zur Darstellung gewählt habe, vereinfachte die Übersicht erheblich. Durch die Auslegeordnung der Kategorien in der Analyse konnte eine Bewegung der Öffnung gemacht werden. Mit der Reduktion auf die Tabelle erhielt ich eine übersichtliche Ansicht. Durch das Erstellen von konstatierenden Hypothesen hat sich die Fallthematik etwas mehr geöffnet."
## Reference 8
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Theoriegeleitetes Fallverstehen
- **Pages:** 266
- **Lines:** 37283728
- **Quote:** "Als weitere sozialpsychologische Theorie wird die Kognitive-transaktionale Bewältigungstheorie von Lazarus genutzt. Menschen reagieren auf bedrohliche und belastende Ereignisse in ihrem Leben unterschiedlich. Wenn immer sich eine Person subjektiv in ihrer Handlungsfähigkeit oder ihrem Wohlbefinden bedroht fühlt, zeigt sie spezifische Bewältigungsreaktionen (vgl. Wentura/Greve/ Klauer 2002:101)."
## Reference 9
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Theoriegeleitetes Fallverstehen
- **Pages:** 267
- **Lines:** 37383738
- **Quote:** "Durch Vermeidung neuer Situationen haben die Bewohnerinnen und Bewohner eine Strategie entwickelt, um positive Emotionen aufrecht zu erhalten. Würden sie das Wagnis eingehen und beim Erproben neuer Tätigkeiten tatsächlich scheitern, könnte dies negative Auswirkungen auf ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstwirksamkeit haben. Darauf würde folgen, dass sie sich nach jeder Enttäuschung noch weniger zutrauen."
## Reference 10
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- **Section:** Reflexion
- **Pages:** 269
- **Lines:** 37633763
- **Quote:** "gut eignen, um den Fall und die Fallthematik zu erhellen. Die Auswahl geeigneter Theorien war die grösste Herausforderung im Diagnoseprozess."