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wird mit dem Begriff »Funktion« gekennzeichnet, womit der Beitrag des Systems für die Stabilität eines übergeordneten Gesamtsystems angesprochen ist. Wegen dieser beiden zentralen Begriffe wird die Theorie von Parsons auch als »strukturfunktionalistische Systemtheorie« bezeichnet. Sie hat ihren Schwerpunkt darin, die verschiedenen Systeme und Subsysteme der Realität – und zwar der inneren und äußeren – zu identifizieren, in ihrem Zusammenspiel zu analysieren und ihre Funktionen für jeweils andere Systeme herauszuarbeiten (Schulze/Künzler 1991). Sie versucht, die Mikroperspektive der individuell-psychischen Persönlichkeitsstruktur und die Makroperspektive gesellschaftlicher Sozialstrukturen aufeinander zu beziehen und in eine Synthese zu bringen. Parsons unterscheidet analytisch zwischen einem organischen, einem psychischen und einem sozialen System: Das organische System des Menschen bildet die Ausgangsbasis aller seiner Handlungsprozesse. Es versorgt ihn mit Energie für körperliche und psychische Grundfunktionen. Das psychische System, die Persönlichkeit des Menschen, hat die Aufgabe, die Antriebsenergien des organischen Systems zu kontrollieren und in gesellschaftlich erlaubte und vorgeschriebene Bahnen zu lenken. Die Persönlichkeit ist wesentlich durch diese Struktur der kontrollierten Bedürfnispositionen charakterisiert, die sich im Zuge der Verinnerlichung der gesellschaftlichen Kontrollen herausbilden. Das soziale System ist weitgehend identisch mit der Gesellschaft und wird aus den Beziehungsmustern zwischen handelnden Persönlichkeiten in ihrer Eigenschaft als Träger bestimmter sozialer Rollen gebildet.