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Gesellschaftstheorie in die Theoriebildung der Frankfurter Schule ein und ermöglicht differenzierte Aussagen über das Subjekt und seine Verhaltensweisen im gesellschaftlichen Kontext. Ursprünglich einmal als Versuch entworfen, die Ausbildung einer Charakterstruktur zu verstehen, die wie im Faschismus der 1930er Jahre auf soziale Anpassung ausgerichtet ist, wird die Grundüberlegung noch lange danach auf die Analyse gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse übertragen. Die Dialektik von sozialen und psychischen Strukturen
Für die Vertreterinnen und Vertreter der Frankfurter Schule ist das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft ein dialektischer Prozess, in dem sich sowohl die sozialen Strukturen als auch die Subjekte fortlaufend verändern und sich dabei beeinflussen. Dialektik bezeichnet in der philosophischen Tradition eine komplexe Denkoperation, in der davon ausgegangen wird, dass die Realität, wie sie uns gesellschaftlich gegenübertritt, durch (scheinbar) widersprüchliche Tendenzen konstituiert wird, aber gerade dadurch an Stabilität gewinnt. Auf dieses Denkwerkzeug im Besonderen einzugehen, ist gar nicht nötig. Wichtig ist lediglich, dass sich aus einer dialektischen Perspektive das Verhältnis zwischen dem Subjekt und den gesellschaftlichen Strukturen nur scheinbar vollkommen gegensätzlich darstellt. Die »Subjekt-Objekt-Relation«, wie die Gegenüberstellung der individuellen mit der gesellschaftlichen Sphäre begrifflich gefasst wird und mit der sich Marx schon auseinandergesetzt hat, ist daher nicht mit der Vorstellung zweier konstanter, begrifflich völlig durchleuchteter Größen zu beschreiben. Beide sind in ihrer Entwicklung unauflöslich miteinander verbunden: die Subjekte konstituieren das Gesellschaftliche und gesellschaftliche Strukturen formen die Subjekte. Dialektik ist in dieser Hinsicht eine Steigerung der Annahme dazu, dass sich das Subjekt und die