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Die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit wird bei diesen Ansätzen in eine enge Beziehung zur Entwicklung der Gesellschaft gesetzt. Hinzu tritt eine weitere Fokussierung der Diskussion, die auf die Frage zielt, ob die gesellschaftliche Entwicklung eine Selbstverwirklichung des Menschen ermöglicht oder nicht. Die verschiedenen Gesellschaftstheorien sind keineswegs homogen, sie sind mitunter sogar gegensätzlich in ihrer Ausrichtung. Dennoch vereint sie ein gemeinsamer Blick auf das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, in dem die Einflüsse sozialer Strukturen dominieren. DIE MATERIALISTISCHE GESELLSCHAFTSTHEORIE VON KARL MARX Die materialistische Gesellschaftstheorie ist die älteste Grundströmung und als soziologische Basistheorie bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert profiliert. Sie ist durch Karl Marx (1818–1883) begründet und konzentriert sich auf eine historische Analyse der Entwicklung der wirtschaftlichen Produktionsverhältnisse, wobei die spannungsreichen Beziehungen zwischen den Besitzern der Produktionsmittel und den »eigentlichen« Produzenten, den Arbeiterinnen und Arbeitern in Gestalt einer »Klassentheorie« formuliert werden. Zugleich hat diese Theorie auch einen Subjektbezug, denn Marx geht von einem handelnden Individuum aus, das sich produktiv und kommunikativ ständig mit der sozialen und physischen Umwelt auseinandersetzt. Diese »menschliche Praxis« findet nach Marx seit vielen Jahrhunderten unter politischen und ökonomischen Bedingungen statt, die eine freie Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit nicht zugelassen haben. Die Bedeutung des Subjektiven findet darum bei Marx interessanterweise zunächst deswegen Berücksichtigung, weil es um die Integration der Menschen