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Familie über die Familie mit zwei berufstätigen Eltern, neu zusammengesetzten Familienteilen bis hin zur Familie mit homosexuellen Eltern. Zudem haben sich die Erziehungsstile mehrheitlich demokratisiert, obwohl wir immer noch eine große Spannbreite zwischen autoritären und Laissez-faire Erziehungsmentalitäten ausmachen können. Das siebte Prinzip der Bedeutung der Bildungsinstitutionen fokussiert auf die darüber liegende Ebene der so bezeichneten sekundären Sozialisationsinstanzen, die über den Mikrobereich der Familie hinaus gehen. Bildungsinstitutionen besitzen zum einen eine Qualifikationsfunktion, zum anderen eine Selektions- (Auslese) und Allokationsfunktion (Statuszuweisung). Durch Bildungsprozesse werden sozial ungleiche Chancen legitimiert und Schülerinnen und Schüler bauen ein Selbstkonzept auf, das auf den Bewertungen von Bildungsinstitutionen basiert. Von immer größerer Bedeutung werden sekundäre Sozialisationsinstanzen und -kontexte, darunter öffentliche Erziehungs- und Bildungsinstitutionen wie Kindertagesstätten, Horte, Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen, sozialpädagogische Institutionen sowie Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, die eigens zu diesem Zweck etabliert wurden. Während in der Sozialisationsinstanz Familie Mütter und Väter als »Laienerzieher« tätig sind, arbeiten im Erziehungs- und Bildungssystem zumeist professionell ausgebildete Berufsgruppen. Dabei ist eine wichtige Bedingung zu beachten. Im Bildungssystem wirkt der deutsche Sonderweg nach. Vor allem im internationalen Vergleich fällt auf, dass in Deutschland ein immer noch konservatives Wohlfahrtstaatsdenken die Richtung vorgibt, das traditionell auf die Familie setzt und weniger auf öffentliche Institutionen in Erziehung und Bildung. So