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entsteht ein breites Spektrum gesellschaftlicher Kontexte, in denen Menschen leben, aufeinander angewiesen sind und Erfahrungen machen. Die meisten dieser Kontexte sind in Form von sozialen Organisationen verfasst, die nach spezifischen Regeln und Verfahrensweisen operieren. Mit dieser sozialen Differenzierung verlagern und verbreitern sich die Sozialisationseffekte, denn immer mehr ursprünglich nicht für die Sozialisation entstandene soziale Systeme üben Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen aus, die sich längere Zeit in ihnen aufhalten und mit ihnen in Kontakt kommen. Das sechste Prinzip der Bedeutung der Familie für die Sozialisation hebt auf diese Prägewirkung durch Kontexte auf der Mikroebene ab. Als primärer und wichtigster Sozialisationskontext fungieren in den meisten Kulturkreisen die Familien. Sie agieren seit Jahrhunderten als die einflussreichsten Vermittler der äußeren Realität. Sie werden oft als »primäre Sozialisationsinstanz« bezeichnet, da sie für die meisten Menschen die erste und wichtigste soziale Umwelt bilden. Wie in einem Mikrokosmos spiegeln sich in einer Familie von früher Kindheit an soziale, kulturelle und ökonomische Lebensbedingungen, die auf die Persönlichkeitsentwicklung einwirken und frühe Formen der Realitätsverarbeitung rahmen. Dabei ist ein Hauptmerkmal der gesellschaftlichen Veränderungen seit dem 19. Jahrhundert die Aufgliederung eines ursprünglich zusammenhängenden, umfassenden sozialen Systems mit verschiedensten Funktionen in spezialisierte, funktional differenzierte Systeme. Vor und während der Industrialisierung waren Familien ökonomische und praktische Zweckbündnisse, die ihren Mitgliedern alle Lebensfunktionen bis hin zu Sicherheit und Schutz boten. In den vergangenen Jahrzehnten entsteht eine breite Vielfalt verschiedener Ausprägungen und Formen von Familien. Diese reicht von der Ein-Eltern-