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Persönlichkeitstheorien

Persönlichkeitstheorien tragen zu einer großen Differenzierung im wissenschaftlichen Feld der sich etablierenden Psychologie bei. Freuds eigene Theorie ist hier oft Ausgangspunkt, der aber vielfach weiterbearbeitet wurde. Am bekanntesten sind die Ansätze, die Freuds Denken in Entwicklungs- und Spannungsdynamiken um die Komponente der psychosozialen Entwicklung erweitert haben. Hierzu gehört u. a. der Ansatz des deutschamerikanischen Psychoanalytikers Erik H. Erikson, der als erster ein Modell der stufenförmigen der Persönlichkeit entwickelte. Die neueren psychologischen Ansätze verschieben ihr Gewicht deutlich auf die Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft. Sie sind jeweils darum bemüht, die Mechanismen zu identifizieren, über die äußere, gesellschaftliche Einflüsse auf innere, persönliche Merkmale und Strukturen einwirken. Sie verweisen auf die sozialen und kulturellen Erwartungen der Umwelt, auf die Anforderungen und Anregungen konkreter sozialer und ökologischer Lebensräume und die Möglichkeiten des Menschen, seine Persönlichkeit durch aktive Interaktion mit der sozialen Umwelt selbst zu gestalten. Damit ergänzten sie damals die soziologischen Positionen. Jede der neueren psychologischen Theorien macht deutlich, dass eine Persönlichkeitsentwicklung nicht möglich ist, ohne sich mit den sozialen Umweltbedingungen auseinanderzusetzen und sich ihnen teilweise anzupassen. Gleichzeitig stehen Überschneidungen mit der »Biologie der Persönlichkeit« nicht mehr im Gegensatz zu einer auf die psychosoziale Entwicklung zielenden wissenschaftlichen Diskussion. Die Diskussion über das »Big Five« Modell der Persönlichkeitspsychologie beweist dies. Es geht zum einen davon aus, dass fünf Persönlichkeitseigenschaften