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Raw Blame History

müssen, die in ihrem Funktionssystem verwendet werden. In der Praxeologie wird dagegen das erste Mal versucht, das Individuum von zwei Seiten zu verstehen: von seiner durch gesellschaftliche Strukturen geprägten und der individuell autonomen Seite. Handlungstheoretische Ansätze

Die Öffnung zum Doppelgesicht von Sozialisation vollziehen vor allem die handlungstheoretischen Ansätze. Wie ihr »Etikett« schon andeutet, gehen sie von den Handlungen, also von den kleineren Einheiten aus soziologischer Perspektive aus. Der Grund hierfür ist sehr einfach. In der gesellschaftstheoretischen Diskussion existierte lange Zeit ein Trend zur Sichtbarmachung von Strukturen der Aufrechterhaltung von Stabilität. Sozialisation ist hier nur am Rande entscheidend, weil eine Form der sozialen Einpassung vorausgesetzt wird. Erst die handlungstheoretischen Ansätze gehen über die Annahme hinaus, dass sich das Individuum immer nur passiv einfügt und kritisieren, dass damit der Blick auf Handlungen und das Subjekt, das sich artikuliert und handelt, nicht gewagt wird. Der Begriff Handlung fungiert als Synonym. Damit wird alles aufgenommen, was vom Individuum als »Aktion« (lateinisch »Handlung«) ausgeht und »zwischen« (lateinisch »inter«) Individuen als »Interaktion« erfolgt. Der symbolische Interaktionismus eine Strömung, die innerhalb der Denkschule des Pragmatismus in den USA schon vor der Mitte des 20. Jahrhunderts zur Ausprägung kommt betont die Ambivalenzen im Prozess der Sozialisation. Im Mittelpunkt steht hierbei, wie sprachliche Handlungen im Prozess der Sozialisation wirken. Sprachliche Interaktion transportiert Bedeutungen und ist gleichzeitig Medium. Über dieses stellen sich Interaktionsprozesse her und diese haben immer bereits einen sozialisatorischen Charakter.