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Unterbegriffe von Sozialisation verstehen und bezeichnen im besonderen Sinne jene Prozesse, die Menschen zu Mitgliedern einer Kultur machen. Dieser Schwerpunktsetzung, die mit dem Begriff der Kultur verbunden ist, hat folgenden Hintergrund: Jede Kultur stellt über die Gestaltung ihrer sozialen Institutionen und sozialen Umwelten und in Form von sozialen Mustern und Normen »Mitgliedschaftsentwürfe« bereit (Zick 2010). Diese legen fest, welche Vorstellungen, Wünsche, Erwartungen und Merkmale für eine aktive Teilnahme an der Gesellschaft als erforderlich erachtet werden. Weil das Gelingen dieser Form der Teilnahme von der Bereitschaft und Fähigkeit des Individuums abhängt, die eigenen oder mitgebrachten Präferenzen mit denen dominanten Kultur in Übereinstimmung zu bringen, sind Enkulturation und Akkulturation eher die Fachbegriffe, die die Entwicklung des Individuums durch den äußerlichen Druck der gesellschaftlichen Strukturen beschreiben. Schließlich findet sich ein ganzes Bündel an Begriffen, die die individuelle Verfasstheit eines Menschen beschreiben. Hier stehen Seite an Seite die Begriffe »Person«, »Persönlichkeit« und »Individuum«, aber auch »Identität«, »Selbst«, »Akteur« und »Subjekt«. Man kann jeden dieser Begriffe wiederfinden in Abhandlungen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Sozialisation oder Entwicklung befassen. In ihnen spiegeln sich sehr unterschiedliche wissenschaftliche Traditionen. Manche dieser Begriffe sind eher nüchtern, wenn sie uns Menschen mit ihren Eigenschaften beschreiben (z. B. »Person«), andere sind technisch (»Selbst«, »Akteur«) und einige emphatisch (»Individuum«, »Identität«), wenn sie die Besonderheiten des Menschen beschreiben. In einer modernen sozialisationstheoretischen Perspektive verwischen jedoch viele dieser Unterschiede. Man kann kaum noch genau sagen, ob mit einem dieser Begriffe wirklich Unterschiede in der Beschreibung angenommen