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Faktoren bezeichnen die Zusammensetzung der Gruppe der Menschen, die mit dem 17-Jährigen an einem Bahngleis steht. Die Reaktion des Jugendlichen wird entscheidend dadurch beeinflusst, ob er mit einer Freundesgruppe auf die U-Bahn wartet, mit der er eng vertraut ist und die ihm im Falle eines Konfliktes den Rücken stärken kann, oder ob er allein ist und der Fingertipper zu einer großen Gruppe unbekannter Jugendlicher gehört. Oder ob der Finger, der auf die Schulter tippt, einer älteren Dame gehört, die sich verlaufen hat, umherirrt und nicht mehr weiß, wie sie nach Hause kommt. Wie das Beispiel zeigt, kommen in einer solchen nur Bruchteile von Sekunden dauernden Situation biografische, gruppenbezogene und sozial-räumliche Faktoren zusammen. Es interagieren die persönlichen Bedingungsfaktoren des Individuums mit der gesamten räumlichen und sozialen Umwelt. Dazu gehört die Person des Fingertippers, aber auch das gesamte Umfeld als Rahmenbedingungen der Handlungssituation. Der 17jährige Jugendliche nimmt blitzschnell die Realität auf, verarbeitet sie und reagiert auf sie. Das Gleiche tut aber auch der Fingertipper. Beide interagieren miteinander und antworten auf die Reaktionen des anderen. Dabei rufen beide einen Wissens- und Handlungsvorrat ab, der ihnen aus ihrem bisherigen Leben vertraut ist. Der 17-jährige Jugendliche zeigt vielleicht ein verärgertes Gesicht und spricht laut, wenn er einen aggressiven Unbekannten vor sich sieht, er lacht freundlich und spricht langsam und fürsorglich, wenn er die alte Dame sieht. Dies alles gehört zu dem Ausschnitt einer Sozialisationsperspektive. Sozialisation findet nicht allein im Individuum statt und ist auch nicht allein abhängig von den Bedingungen, in denen wir handeln oder von denen wir vorgeprägt sind. In der Interaktion aktualisiert sich unser Handlungswissen, wir greifen auf Sprache, Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen und die ihnen zustehende Fürsorglichkeit