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Gespräche mit Kindsmutter – Bezugssystem-Notizen
Dokument: Gespraechsnotizen_Bezugssystem.docx Kontext: Handschriftliche Notizen der Bezugsperson im Praxisbetrieb über Kontakte mit der Kindsmutter (KM) sowie Koordination mit dem Helfersystem. Kein Datum explizit angegeben; inhaltlich im Zeitraum Herbst/Winter 2025.
Hauptinhalte
Trennungssituation in der Familie
Die KM informierte die Bezugsperson über eine bevorstehende Trennung von ihrem Partner (Vater des jüngsten Kindes). Sie schätzte das Eskalationsrisiko selbst als hoch ein. Die Bezugsperson empfahl, die Trennung in Begleitung und ohne Anwesenheit der Kinder durchzuführen.
Kontaktabbruch der Kindsmutter
Im Anschluss an das Trennungsgeschehen zog sich die KM über mehrere Wochen aus dem Kontakt zurück. Sie war telefonisch nicht erreichbar und meldete sich nur sporadisch per Nachricht (Krankheit, Überlastung). Dieser Rückzug erschwerte die Einschätzung der häuslichen Situation erheblich.
Abwesenheit von Leny / Transportproblem
Leny blieb nach einem Wochenende mehrere Wochen zuhause (Krankheit). Zunächst wurde ein Transportproblem vermutet. In der Folge wurden die Taxifahrten fest organisiert, um solche Ausfälle künftig zu verhindern.
Fachaustauch statt STAO
Das geplante STAO fand nicht statt. Es fand jedoch ein informeller Fachaustauch statt (Arzt, Psychologin, Lehrerin der Einrichtung, Schulpsychologischer Dienst, Beiständin). Alle beteiligten Fachpersonen waren über die aktuellen familiären Entwicklungen nicht informiert. Die Beiständin hatte ebenfalls keinen aktuellen Wissensstand.
Wiederaufnahme Kontakt – offener Dialog
Nach einer Phase des Rückzugs nahmen die Mutterkontakte wieder statt. Die Bezugsperson beschreibt einen offenen, konstruktiven Dialog. Es wurden auch finanzielle Themen besprochen.
Sonntags-Rückkehr als zunehmendes Thema
Die KM äussert vermehrt, dass Leny seit den Herbstferien ungern am Sonntag in den Praxisbetrieb zurückkommt. Dieses Thema war für das kommende STAO vorgesehen.
Finanzielle Belastung der Familie
Beim Sozialamt wurden Fehler festgestellt: Die KM erhielt deutlich zu wenig Geld für Leny. Nach Intervention der Bezugsperson beim Sozialamt konnte die Situation (vorläufig) bereinigt werden.
Ressourcen
- Offener, dialogfähiger Kontakt mit der KM (wenn erreichbar)
- Kooperationsbereitschaft der KM nach Überwindung der Rückzugsphase
- Taxiorganisation als strukturelle Lösung für Transportprobleme
- Vernetzung mit Beiständin und Schulpsychologischem Dienst vorhanden
Herausforderungen
- Intermittierender Kontaktabbruch der KM (Erreichbarkeit, Kooperation)
- Fehlende Koordination im Helfersystem (alle Fachpersonen unzureichend informiert)
- Finanzielle Belastung der Familie (Sozialamtsfehler)
- Leny zeigt Widerstand gegen Sonntags-Rückkehr (seit Herbstferien zunehmend)
- Häusliche Situation unklar während Trennungsphase
Bezug zur EPG
Dieses Dokument ist relevant für:
- Situationsbeschreibung: Familiäre Belastungssituation (Trennung, finanzielle Not, Erreichbarkeit KM)
- Kooperationsebene: Beziehung Praxisbetrieb–KM, Informationsfluss im Helfernetz
- Analyse: Loyalitätskonflikte Leny (Sonntags-Thema), emotionale Belastung durch häusliche Instabilität
- Zielentwicklung: Stabilisierung des Mutterkontakts, klare Kommunikationsstrukturen mit Helfersystem