160 lines
9.1 KiB
Markdown
160 lines
9.1 KiB
Markdown
# Evidence: Fallbesprechungs-Materialien – Strukturierungshilfen für effektive Fallbesprechungen gemäss KPG
|
||
|
||
|
||
Source document: [praxis](../../documents/praxis/praxis.md)
|
||
|
||
|
||
---
|
||
|
||
|
||
## Reference 1
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** Fallbesprechungs-Materialien Strukturierungshilfen für effektive Fallbesprechungen gemäss Kooperativer Prozessgestaltung
|
||
- **Pages:** 192
|
||
- **Lines:** 2460–2460
|
||
- **Quote:** "In der beruflichen Praxis braucht es Gefässe für den fachlichen Austausch, u. a. solche für den Austausch über die Gestaltung der Fallarbeit. Fallbesprechungen dienen dazu, eine inhaltliche Auseinandersetzung über Fälle zu führen, neue Interventionsmöglichkeiten in komplexen Fällen zu entwickeln und die Arbeit auf der Fachebene zu koordinieren."
|
||
|
||
|
||
## Reference 2
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** 1.1 Fall und Fallbesprechung
|
||
- **Pages:** 193
|
||
- **Lines:** 2478–2478
|
||
- **Quote:** "Eine Fallbesprechung ist ein sog. › kasuistischer Raum ‹ des gemeinsamen Nachdenkens über einen Fall. Dabei können unterschiedliche Aspekte eines Fallgefüges in den Fokus genommen werden: Das soziale System von Sozialarbeiterin, Klient und ihrem gemeinsamen Arbeiten, aber auch alle Lebensbereiche und die gesellschaftliche Umwelt des Klienten ebenso wie die Organisation und gesellschaftliches Umfeld auf Seiten der Professionellen (vgl. Pantu č ek 2004:2)."
|
||
|
||
|
||
## Reference 3
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** Fallbesprechung im interprofessionellen Team -wenn innerhalb einer Organisation verschiedene Professionen/Berufsgruppen an einem Fall beteiligt sind
|
||
- **Pages:** 194
|
||
- **Lines:** 2502–2502
|
||
- **Quote:** "Eine Spezialform ist die organisationsübergreifende Fallbesprechung mit Fachpersonen aus unterschiedlichen Hilfesystemen, oft als › Helferkonferenz ‹ bezeichnet (u. a. Pantu č ek 2004:10)."
|
||
|
||
|
||
## Reference 4
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** 1.3 Institutionalisierung
|
||
- **Pages:** 195
|
||
- **Lines:** 2522–2522
|
||
- **Quote:** "In vielen sozialen Organisationen finden regelmässig -jede Woche, vierzehntäglich oder monatlich -Fallbesprechungen statt. Eine bewährte Möglichkeit ist, jeweils einen Fall während 30 bis 45 Minuten vertieft zu behandeln (und dabei sicher zu stellen, dass jeder Fall in einer dem Organisationsauftrag angepassten Regelmässigkeit thematisiert wird). Alle anderen Fälle werden kurz -in Form eines Blitzlichtes -thematisiert, mit einer offenen, idealerweise wechselnden Frage (z. B."
|
||
|
||
|
||
## Reference 5
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** 1.4 Inhaltliche Struktur
|
||
- **Pages:** 196
|
||
- **Lines:** 2538–2538
|
||
- **Quote:** "Die aus dem ärztlichen Kontext stammende Fallberatung nach Balint läuft ähnlich ab. Sie wird allerdings von einem Supervisor geleitet, und es wird explizit mit den emotionalen Reaktionen der Teilnehmenden gearbeitet (vgl. LubanPlozza 1984)."
|
||
|
||
|
||
## Reference 6
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** 2 Materialien für Fallbesprechungen nach KPG
|
||
- **Pages:** 197
|
||
- **Lines:** 2554–2554
|
||
- **Quote:** "Am Ende sind stets Anmerkungen zur Variante › Fallbesprechung mit Klientin ‹ angefügt."
|
||
|
||
|
||
## Reference 7
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** 2.2 Fragen zur Einordung des Themas und für Kurzfallbesprechungen
|
||
- **Pages:** 199
|
||
- **Lines:** 2608–2608
|
||
- **Quote:** "Die beim zweiten Schritt aufgelisteten Klärungsfragen dienen dazu herauszufinden, welcher Prozessschritt aktuell thematisiert werden soll. Wenn diese Entscheidung gefällt ist, lassen sich spezifische Nachfragen stellen. Wie jede Fallbesprechung wird auch die Kurzfallbesprechung immer mit der Frage nach den Folgerungen abgeschlossen."
|
||
|
||
|
||
## Reference 8
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** Einleitung
|
||
- **Pages:** 201
|
||
- **Lines:** 2693–2693
|
||
- **Quote:** "Der Falleinbringer trägt evtl. die Ergebnisse vor aus den Analysen, die bisher (gemeinsam mit Klientin X, evtl. in verschiedenen Organisationseinheiten) vorgenommen wurden."
|
||
|
||
|
||
## Reference 9
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** Einleitung
|
||
- **Pages:** 204
|
||
- **Lines:** 2761–2761
|
||
- **Quote:** "16 Ein Beispiel: › Klientin X äussert, sie fühle sich einsam, aus Sicht der Professionellen (Wohnen und Schule) ist sie jedoch stets in Kontakt mit anderen Jugendlichen und scheint auch sehr gut anzukommen. ‹ Oder: › Die Eltern vermissen Klientin X, was jedoch nicht auf Gegenseitigkeit beruht. ‹"
|
||
|
||
|
||
## Reference 10
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Section:** Einleitung
|
||
- **Pages:** 206
|
||
- **Lines:** 2809–2809
|
||
- **Quote:** "Der Falleinbringer nennt die Fallthematik (= › worum geht es hier? ‹ ) und die Arbeitshypothese (= › wenn … , dann …‹ )."
|
||
|
||
|
||
## Reference 11
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** 1.1 Fall und Fallbesprechung
|
||
- **Pages:** 193
|
||
- **Lines:** 2474–2476
|
||
- **Quote:** "Ein Fall entsteht -und wird nach dem Klienten benannt -, wenn eine Arbeitsvereinbarung getroffen wird mit einer Klientin oder einem Klientensystem, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten und Professionelle in der Folge darüber nachdenken, welche Aufgaben sich für sie hier ergeben."
|
||
|
||
|
||
## Reference 12
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** Fallbesprechung im intraprofessionellen Team, das gemeinsam Aufgaben der Begleitung und Unterstützung wahrnimmt
|
||
- **Pages:** 194
|
||
- **Lines:** 2488–2488
|
||
- **Quote:** "Durch die Reflexion der Beobachtungen und Erfahrungen aller am Fall beteiligten Sozialpädagoginnen entsteht ein differenziertes Bild des Falles, der Gemengelage von Ressourcen, Anliegen, Problemen und Hindernissen."
|
||
|
||
|
||
## Reference 13
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** Fallbesprechung im intraprofessionellen Team, in dem jede Sozialarbeiterin alleine Fälle führt
|
||
- **Pages:** 194
|
||
- **Lines:** 2496–2496
|
||
- **Quote:** "Eine Spezialform ist die Fallbesprechung zu zweit, entweder zwischen Vorgesetzter und Mitarbeiter oder auch zwischen der fallführenden Sozialarbeiterin mit einem erfahrenen Kollegen ( Senior Professional ‹ , so Pantu č ek 2004)."
|
||
|
||
|
||
## Reference 14
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** Fallbesprechung mit Klientinnen
|
||
- **Pages:** 195
|
||
- **Lines:** 2512–2512
|
||
- **Quote:** "Eine hierfür gut geeignete Methode ist das aus der systemischen Therapie stammende › reflecting team ‹ (vgl. u. a. von Schlippe/Schweitzer 2003:199f.). Der fallführende Sozialpädagoge und die Klientin sind Falleinbringende, danach sind sie Zuhörende beim analytisch-diagnostischen Fachgespräch."
|
||
|
||
|
||
## Reference 15
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** 1.4 Inhaltliche Struktur
|
||
- **Pages:** 196
|
||
- **Lines:** 2530–2530
|
||
- **Quote:** "Es besteht Einigkeit darüber, dass Fallbesprechungen einer klaren zeitlichen Struktur bedürfen und eine Moderation oder Leitung benötigt, die für eine thematische Fokussierung sorgt und die Einhaltung des Zeitrahmens gewährleistet (vgl. u. a. Tietze 2003, Pantu č ek 2004, Spangler 2004)."
|
||
|
||
|
||
## Reference 16
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** 1.4 Inhaltliche Struktur
|
||
- **Pages:** 196–197
|
||
- **Lines:** 2542–2544
|
||
- **Quote:** "Im Unterschied dazu ist eine Fallbesprechung im organisationalen Kontext der Sozialen Arbeit deutlicher auf die Probleme in einem Klienten-Fall und die Ausgestaltung der professionellen Unterstützung oder Begleitung ausgerichtet. Ziel und Zweck sind stärker eingegrenzt, es geht darum, ein vertieftes Verständnis für die Fallproblematik zu erarbeiten, neue Interventionsideen zu erarbeiten, um die Qualität der professionellen Hilfe zu erhöhen."
|
||
|
||
|
||
## Reference 17
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** 2 Materialien für Fallbesprechungen nach KPG
|
||
- **Pages:** 197
|
||
- **Lines:** 2548–2550
|
||
- **Quote:** "Zunächst werden Leitfragen vorgestellt, die für die Fall-Vorstellung genutzt werden können. Die nächste Strukturierungshilfe ist geeignet für Kurz-Fallbesprechungen und für die Einordnung eines Falles, wenn der Fokus einer Fallbesprechung noch nicht festgelegt ist. Anschliessend finden sich Leitfäden, die dem Prozessmodell KPG folgen."
|
||
|
||
|
||
## Reference 18
|
||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
|
||
- **Chapter:** Fallbesprechungs-Materialien
|
||
- **Section:** 2.3 Fallbesprechung Situationserfassung
|
||
- **Pages:** 200
|
||
- **Lines:** 2636–2638
|
||
- **Quote:** "Wir wollen Situationen und Verhalten beschreiben und es noch nicht bewerten. Bei andersartigen Aussagen werde ich jeweils unterbrechen und sie entsprechend einordnen ( › das ist eine Bewertung, gehört zur Analyse ‹ bzw. › das ist bereits eine Erklärung, gehört zur Diagnose ‹ )."
|