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Literaturtipps Feuser, G. (1995): Behinderte Kinder und Jugendliche: zwischen Integration und Aussonderung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Senckel, B. (2017): Du bist ein weiter Baum: Entwicklungschancen für geistig behinderte Menschen durch Beziehung. München. 5., überarbeitete Auflage.
1.9
Krieg und Flucht als verstörende Erfahrungen
Die Mehrheit der Migrantenkinder in Deutschland sind nicht unter schwierigen Flüchtlingsbedingungen eingewandert. Migrationserfahrungen haben in der Mehrheit ihre Großeltern und Eltern gemacht. Und doch sind Kinder mit Migrationshintergrund folgenden Stressoren ausgesetzt – Große kulturelle Distanz – Sozioökonomische Faktoren – Ursachen für Migration – Sprachkompetenzen – Zugehörigkeits- oder Akzeptanzgefühl, Minderheitenstatus – Herausforderung einer bikulturellen Identitätsentwicklung – Aufwachsen in Stadtteilen mit schwierigen sozialen Verhältnissen – Äußerliche wie verbale andere Erscheinung (Kouider/Lorenz/Dupont/Petermann 2015) Die Kinder müssen Rollen und Verantwortlichkeiten der Eltern übernehmen. Die Eltern selbst stehen unter großem Druck. Ihre Lebensvorstellungen müssen den hiesigen Realitäten in irgendeiner Form angepasst werden. Nicht selten haben sie einen unsicheren Aufenthaltsstatus. Arbeitsverbote und Ämtergänge erschweren den Zugang zur Gesellschaft. In der Schule begegnen die Mädchen und Jungen möglicherweise rassistisch oder feindlich eingestellten Jugendlichen (Berthold 2014). Sie sind mit Belastungen durch andersartige kulturelle und ethnische Wurzeln konfrontiert, die zusätzlich auch für Jungen und Mädchen gelten, die begleitet oder unbegleitet aufgrund von Krieg, Verfolgung, Armut und Naturkatastrophen flüchten mussten. Und so verwundert es nicht, dass das Monitoring Hilfen zur Erziehung feststellt, dass Mädchen