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Interventionsplanung (Fortsetzung) und Fachliche Reflexion

Die vierte Seite der Ausführungsbestimmungen schliesst die inhaltlichen Vorgaben zur Interventionsplanung ab und beschreibt die abschliessenden Kapitel der Facharbeit.

Die konkrete Interventionsplanung anhand eines der formulierten Feinziele erfolgt methodisch-strukturiert bezogen auf handlungsleitende Konzepte, ist konkret, fallbezogen sinnvoll und differenziert beschrieben sowie fachlich fundiert. Sie muss ganz konkret die Frage «Wer macht wann, was, wie, warum?» beantworten — dies stellt sicher, dass die Planung operationalisierbar und praxisbezogen ist.

Das Kapitel «Fachliche Reflexion» bildet den Abschluss der inhaltlichen Darstellung. Die Studierenden leisten eine fachliche, kritische Reflexion des Gestaltungsprozesses hinsichtlich dreier Aspekte: fachliches sowie methodisches Vorgehen einschliesslich Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität), klientInnenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation sowie die eigene Rolle als Fachperson. Ergänzend ist eine Darstellung von möglichen Konsequenzen und zentralen Erkenntnissen gefordert.

Zur Unterstützung der Reflexion werden sieben Leitfragen formuliert. Die ersten beiden Fragen betreffen den Theorie-Praxis-Bezug: Welche Bedeutung haben Theorien und Fachwissen für die eigene Praxis, wo liegen Stärken und Schwächen, und welche alternativen Theorien wären geeignet? Ebenso wird nach der Relevanz der beigezogenen methodischen Zugänge gefragt.

Weitere Leitfragen fokussieren auf die persönliche Dimension: Wie ist es gelungen, die Rolle als Fachperson zu gestalten, und welche Werte und Haltungen waren leitend? Dabei interessiert auch, ob sich diese Haltungen im Prozess verändert, bestätigt oder differenziert haben.

Die letzten Fragen richten sich auf Schwierigkeiten und Transferüberlegungen: Welche Schwierigkeiten haben sich im Handlungsprozess ergeben, was hätte rückblickend berücksichtigt werden können, und was würde man in einer ähnlichen Situation gleich oder anders machen? Diese Fragen fördern eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem eigenen professionellen Handeln und dessen Weiterentwicklung.

Den formalen Abschluss der Facharbeit bildet das Quellenverzeichnis, das gemäss den Richtlinien für schriftliche Facharbeiten (Kap. 9) sowie Metzger (2022, Kap. 7.5.2.3) zu erstellen ist. Damit wird die wissenschaftliche Fundierung der Arbeit transparent nachgewiesen.