- arbeit: 15 chapter articles + 15 evidence files (178 references) - praxis: 15 section articles + 15 evidence files (150 references) - EPG Ausfuehrungsbestimmungen: 11 page articles + 11 evidence files (55 references) - Master index.md linking all documents - Total: 86 files, 383 evidence references with exact word-for-word quotes
5.4 KiB
5.4 KiB
Evidence: »Sprechen ist schwierig« – Analyse und Diagnose in einem Fall der stationären Kinderhilfe
Source document: praxis
Reference 1
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: »Sprechen ist schwierig« Analyse und Diagnose in einem Fall der stationären Kinderhilfe
- Pages: 216
- Lines: 3007–3007
- Quote: "Die nachfolgende Fallbeschreibung stammt aus der Stiftung Landenhof, Zentrum und Schweizerische Schule für Schwerhörige, einer stationären Einrichtung der Kinder-/Jugendhilfe, in der ich parallel zum Studium an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW die studienbegleitende Praxisausbildung absolviere. Es war mir wichtig, die Fallbearbeitung in enger Kooperation mit dem Mädchen zu gestalten."
Reference 2
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Vorgeschichte
- Pages: 217
- Lines: 3029–3029
- Quote: "Vom Kindergarten bis Ende der zweiten Klasse besuchte Lea eine Schule am Wohnort. Sie wurde audiopädagogisch begleitet und erhielt intensive logopädische Förderung. Ab der dritten Klasse wurde sie in einer sog. Teilintegrationsklasse geschult. Nach Aussage der Mutter hatte sie dort einen guten Start und fand zum ersten Mal eine richtige Freundin. Nach dem ersten Quartal jedoch habe Lea plötzlich ein verändertes Verhalten gezeigt."
Reference 3
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.2 Analyse
- Pages: 219
- Lines: 3049–3049
- Quote: "Um der Komplexität des Falles gerecht zu werden und die Fallthematik genau bestimmen zu können, möchte ich im Rahmen der Analyse noch weitere Daten erheben. Was Lea lernen möchte, was ihre Wünsche und Ziele sind, wurde in der Situationserfassung nicht herausgearbeitet. Dies stellt eine grosse Lücke dar und soll nun im Prozessschritt Analyse nachgeholt werden."
Reference 4
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: PERSÖNLICHE VORBEREITUNG DES STANDORT GESPRÄCHS
- Pages: 221
- Lines: 3087–3087
- Quote: "nungen in Sätzen verstehen und lösen; den Rechenstoff, der in der Klassen durchgenommen wird, verstehen und beherrschen … etc."
Reference 5
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Abb.15: ICF-Formular 2
- Pages: 222
- Lines: 3169–3169
- Quote: "Beim ICF-Formular schrieb Lea zuerst drei Sätze zu ihrer allgemeinen Befindlichkeit. Auf meine Nachfragen hin sagte sie schliesslich, dass es ihr auf dem Landenhof gefalle und es ihr gut gehe. Sie möchte weiterhin am Mittwoch nach Hause gehen. Ihre Lehrerin finde sie nett, dafür nerve ein Junge ihrer Klasse. Sie mache sich oft viele Gedanken und Sorgen, darum falle es ihr schwer einzuschlafen. Die Selbsteinschätzung bei den verschiedenen Items ging ganz schnell."
Reference 6
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Reflexion
- Pages: 224
- Lines: 3201–3201
- Quote: "Das Standortgespräch erachte ich als ein wichtiges Gefäss, um die Ansichten aller Beteiligten hören und diskutieren zu können. Eine gemeinsame Sicht zu entwickeln, ist für die Kooperation ausschlaggebend. Im Fall Lea ist die Ausgangslage ideal, da die Sichtweisen deckungsgleich sind. Dies erleichtert die Arbeit und erfordert keine weitere Auftragsklärung. Mit der Fallthematik habe ich nun einen Gesamtüberblick und weiss, worum genau es in diesem Fall geht."
Reference 7
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Theoriegeleitetes Fallverstehen
- Pages: 226
- Lines: 3221–3221
- Quote: "2005:131). Freundschaften geben emotionale Geborgenheit und überwinden Gefühle der Einsamkeit (vgl. Oerter/Dreher 2008:321). Peerbeziehungen sind unerlässlich, um Beziehungsfähigkeit zu erlernen. Sie stellen ein Übungsfeld dar, um verschiedene Prinzipien der Sozialkompetenz zu lernen, z. B. die Gegenseitigkeit, die Perspektivenübernahme, das Aushandeln oder Teilen. Weiter kann geübt werden, Verantwortung zu übernehmen oder sich für andere einzusetzen."
Reference 8
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Theoriegeleitetes Fallverstehen
- Pages: 227
- Lines: 3241–3241
- Quote: "Mit Blick auf die Zukunft und darauf, was dieser Bedingungszusammenhang sowie diese Zielrichtung für unsere professionelle Unterstützung bedeuten, formulierte ich auf Grund der Arbeitshypothese die Fragestellung für die Professionellen :"
Reference 9
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Reflexion
- Pages: 229
- Lines: 3259–3259
- Quote: "Die Kooperation mit Lea bereitete mir im Vorfeld Kopfzerbrechen. Ich hatte zunächst keine Ahnung, wie ich die Ergebnisse der sozialen Diagnose mit ihr besprechen könnte. Am liebsten hätte ich auch geschwiegen -genau so, wie das ja auch Lea manchmal passiert. Ich stellte mich aber dieser Herausforderung, bemühte mich, die Hypothesen zu vereinfachen und für Lea verständlich zu formulieren. Ich hatte das Gefühl, dass sie meinen Überlegungen folgen und ihnen wirklich zustimmen konnte."
Reference 10
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.4 Ziele, Intervention und Evaluation
- Pages: 231
- Lines: 3289–3289
- Quote: "vor ist Lea aber insgesamt eher zurückhaltend, besonders gegenüber Knaben verhält sie sich noch immer sehr distanziert."