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Curriculum für die Weiterbildung zum/zur TraumaPädagogin und Traumafachberater einer Hierarchisierung entgegenzuwirken. Fort- und Weiterbildungen können jedoch keine kontinuierliche Praxisbegleitung ersetzen. Diese ist notwendig, um die Professionalität im Umgang mit Kindern wie Philipp und Jana zu sichern: „In den Supervisionen geht es immer wieder darum, die Geschichte dieser Kinder und Jugendlichen zu verstehen und ihre oft grausam tiefen Verletzungen aufgrund von physischer, psychischer bzw. sexueller Gewalt nachzuvollziehen.“ (Gotthardt-Lorenz/Steinhardt 2015, S. 209) Die belastenden Erfahrungen würden am eigenen Leibe gespürt und können die persönliche Integrität der Mitarbeiterinnen erschüttern (ebd., S. 211). Möglichkeiten der Reflexion im Rahmen von Supervisionen sind also unabdingbar. Manchen Kolleginnen wird es so möglich sein, tabuisierte Gegenreaktionen, Belastungen wie stellvertretende Traumatisierungen und Verwicklungen in das eigene Kinderschicksal im Rahmen der Teamsupervision innerhalb der Institution zu thematisieren, andere brauchen den Schutz ihrer Intimität durch einrichtungsferne Supervision. Und wie die Kolleginnen in meiner Untersuchung berichteten, erfordert diese Supervision Feld- und Grundkenntnisse (14.3).

16.2 Die Einrichtung als so weit als möglich sicherer Ort Der Arbeitskontext Trauma und Gewalt benötigt selbstreflexive Akteure und Einrichtungen. Einrichtungen, in denen eine traumapädagogische Haltung zum Leitbild gehört, können Kraftorte in diesem Sinne werden. Sie werden ein so weit als möglich sicherer Ort auch für die Mädchen und Jungen , wenn alle beteiligten Helferinnen im Blick sind, weil „[…] die Einführung traumapädagogischer Konzepte nur gelingen kann, wenn die Mitarbeiterinnen in sehr starkem Maße beteiligt werden und die Veränderungsprozesse durchgängig transparent und in einem wohldosierten Tempo auf allen Ebenen der Institution erfolgen.“ (Schirmer 2013, S. 242). Dabei sind die Rahmenbedingungen und institutionellen Strukturen gefordert. Diese bestimmen in entscheidendem Ausmaß die Bewältigungschancen der Mädchen