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kann, dasselbe zu tun“ (Perls 1987, S. 9). Die ‚trennenden Abgründe‘ sind vielleicht noch trennender, wenn es um die Zusammenarbeit der psychologischen und pädagogischen Wissenschaften geht. Wilfrid Datler, ein Vertreter der Pädagogischen Psychologie, bedauert „[…] das Fehlen einer überregionalen Kooperation zwischen institutionalisierter Psychoanalyse und institutionalisierter Pädagogik […] (die) […] den weitverbreiteten Eindruck, dass Psychoanalyse und Pädagogik zwei getrennte Disziplinen mit unterschiedlichen Praxisfeldern darstelle, denen bestenfalls marginale Berührungspunkte gemeinsam sind“, korrigiert (1992, S. 32). Es kann nicht angehen, dass Pädagog*innen, um einen Überblick über die Psychotraumatologie zu erlangen, sämtliche psychologischen Schulen in deren exklusiven Ausbildungsgängen kennenlernen müssen. Und es darf nicht eine weniger zeitintensive Beschäftigung mit Grundwissen von Traumatheorie als Halbwissen und deshalb nicht verwendbar deklassiert werden. Um die Ressourcen der Pädagogik bei der Traumabewältigung zu nutzen, geht es darum, mit, nicht für die (Sozial)Pädagogik über Perspektiven und Konsequenzen nachzudenken. Seit einiger Zeit findet auf Kongressen, z. B. der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und -Vernachlässigung (DGgKV) und der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes ein interdisziplinärer Austausch der Praktiker und Wissenschaftler statt. Der Fachverband Traumapädagogik fördert die Verbreitung von traumapädagogischem Grundlagenwissen, schlägt traumapädagogische Standards für Einrichtungen vor und betreibt die interdisziplinäre Vernetzung mit der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ein Anfang ist gemacht.
15.2 Selbstreflexion Sachkompetenz ist die eine, Selbstreflexion die andere Voraussetzung um Belastungen zu reduzieren. Auch wenn sie erst einmal zeitintensiv und belastend sein kann, bringt sie, dies gilt besonders für die biografische Selbstreflexion, einen Zuwachs an professionellem