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Jugendlichen-Psychotherapeutin, entwickelte ein schonendes Verfahren zur Traumaarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Integration traumaassozierter Selbstanteile in zwölf Schritten (Garbe 2015). Sie legt dabei großen Wert auf die Beachtung der Besonderheiten in der traumatherapeutischen Arbeit mit jüngeren Kindern. Gute Ergebnisse zeigen die praktischen Erfahrungen bei der Durchführung von Trauma-Gruppen mit sexuell misshandelten Kindern. In enger Kooperation mit Jugendämtern, nicht missbrauchenden Elternteilen und anderen Bezugspersonen wird in den Traumagruppen der heilende Effekt der Gleichen unter Gleichen wirksam (Jackstell/Orywahl 1993). Parallel zur Gruppe der Gleichaltrigen wird eine Gruppe der Eltern und Erzieher*innen angeboten. Immer mehr entstehen themenspezifische Kindergruppen, z. B. für Kinder psychisch kranker Eltern, in denen die Mädchen und Jungen aus ihrer Isolation heraustreten, ihre Situation durch die Vermittlung von Wissen über die Dynamik kognitiv begreifen und ihre Gefühle darstellen und bearbeiten (Bausum 2016). Diese drei Beispiele stehen für eine Weiterentwicklung und für die Breite therapeutischer Verfahren zur Unterstützung lebensgeschichtlich belasteter Mädchen und Jungen, die hier nicht alle beschrieben werden können (https://www.bundesgesundheitsministerium. de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Gesundheit/Berichte/Abschlussbericht_Therapieangebote_fuer_traumatisierte_Kinder.pdf, Abfrage 01.09.2023). In der Familientherapie besteht die Gefahr, dass einzelne Familienmitglieder hier die Kinder als die schwächsten nicht genügend berücksichtigt werden. Sie werden oft als Symptomträger bezeichnet. Dieses Konzept wie auch das Konzept Patient Familie bergen die Gefahr, dass die Korrektur und die Bewältigung11 von traumatischen Erfahrungen des Kindes zugunsten einer allgemeinen Verbesserung der Kommunikationsstrukturen der Familie vernachlässigt werden.

11 Über die Begrifflichkeit Bewältigung statt Aufarbeitung siehe Kavemann et al. 2019, S. 46 ff.