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Esser 2015, S. 61). Das betrifft Entscheidungen über Essen, Fernsehen, Internetzugang, Gestaltung des Zimmers etc. (ebd.). Die Kinder erleben ein Machtgefälle insbesondere durch das Spannungsfeld zwischen ihrem Wunsch nach exklusiver Beziehung und der Betreuungsbeziehung, der professionellen Beziehung, der Zwangsgemeinschaft. Daraus erfolgt ein Handlungsauftrag in Bezug auf Ehrlichkeit, Transparenz der Entscheidungen und auf die Beteiligung der Mädchen und Jungen. Der pädagogische Alltag wirkt dann als Korrektiv ihrer Erfahrungen von Willkür und Ohnmacht, wenn sie wissen, was gespielt wird, wenn Entscheidungen für sie durchschaubar und nachvollziehbar sind. Wenn dann noch ihr Rat gefragt ist, ihre Meinung eine Rolle spielt und etwas bewirkt, ist „[…] ein Kriterium für pädagogisch fundierte Qualität erfüllt.“ (Wolf 2000, S. 5) Die meisten Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen kennen keine Akzeptanz der Rechte Einzelner. Der in ihrer frühen Kindheit notwendige Anpassungszwang lässt sie überhaupt nicht die Idee entwickeln, sie hätten Rechte. Umso bedeutender ist die Information über ihre Rechte und das Leben dieser Rechte als Korrektiv gegenüber dem Zustand totaler Rechtlosigkeit, von der Information über Kindeswohl und Straftatbestände über Elternpflichten und -rechte nach Art. 6 GG bis hin zu ihren eigenen Rechten nach dem → SGB VIII und dem → Verfahrensrecht. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit kann und muss durch Partizipation im Heimalltag und an der Hilfeplanung verstärkt werden. Partizipation bedeutet, die Kinder als Subjekte wahrzunehmen, ihr Recht auf Meinungsäußerung zu respektieren, sie zu beteiligen und ihnen zunehmend Verantwortung zu übertragen. Sie erfahren ihr Leben als steuerbar und können für sich und andere Verantwortung übernehmen. Dies ist auch deshalb so bedeutsam, weil sich dadurch die Gefahr einer erneuten Abhängigkeit von Bezugspersonen minimieren lässt. „Partizipation ist also bedeutsam für eine traumasensible Pädagogik. Das heilsame Aufbrechen von noch starren inneren Überzeugungen, dass das Leben nur fremdbestimmt funktioniert, hilft Selbstbestimmung lernen, üben, integrieren und daraus Selbstwirksamkeit positiv zu erfahren. Auch das Vertrauen als zentrales Element eines so weit als möglich sicheren Ortes und